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Körperkameras für Bahnmitarbeiter: Fahrkartenkontrolle soll gefilmt werden

Mehr Sicherheit bei der Kontrolle  

Bahngewerkschaft fordert Bodycams

12.08.2018, 08:50 Uhr | dpa, jb, t-online.de

Körperkameras für Bahnmitarbeiter: Fahrkartenkontrolle soll gefilmt werden. Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes der Deutschen Bahn steht mit einer Körperkamera (Bodycam) auf einem Bahnsteig.  (Quelle: dpa/Henning Kaiser)

Bodycam bei der Bahn: Die Fahrkartenkontrolle soll künftig gefilmt werden. (Quelle: Henning Kaiser/dpa)

Sie werden geschubst, geschlagen und attackiert: Bahnmitarbeiter. Damit sie während einer Fahrkartenkontrolle sicherer vor aggressiven Fahrgästen sind, sollen sie nun mit Körperkameras ausgestattet werden. Was verspricht sich die Bahngewerkschaft davon?

Die Bahngewerkschaft EVG fordert die Deutsche Bahn auf, Körperkameras bei ihren Zugbegleitern zum Schutz vor aggressiven Fahrgästen zu testen. Sollte der Test erfolgreich sein, will die Gewerkschaft, dass die sogenannten Bodycams flächendeckend im Nahverkehr aller deutschen Eisenbahnunternehmen eingeführt werden. "Wir sind nicht bereit, hinzunehmen, dass aggressives und respektloses Verhalten immer weiter um sich greift", sagt der stellvertretende Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Klaus-Dieter Hommel. "Unsere Kolleginnen und Kollegen haben einen Anspruch darauf, sicher unterwegs zu sein."

Pilotversuch startet in Nordrhein-Westfahlen

Fahrgäste greifen immer wieder Bahnmitarbeiter an, etwa wenn sie ohne Ticket ertappt werden. Die am Körper getragenen Kameras könnten den Zugbegleitern nach Ansicht der EVG helfen, eine gewisse Distanz zu schaffen, sowie bei der Aufklärung von Übergriffen helfen. Zudem könnten die Kameras auch Angriffen vorbeugen, da die Täter wüssten, dass sie bei Ihrer Attacke gefilmt werden. Als Ort für den Pilotversuch schlägt die Gewerkschaft die Regionalbahn in Nordrhein-Westfalen vor, da dort besonders viele Übergriffe passierten.

Einsatz der Körperkameras allgemein umstritten

Gegner der Bodykams argumentieren, dass es den Straftätern häufig egal sei, gefilmt zu werden, da es sich teilweise im Affekt oder unter Alkohol- und Drogeneinfluss angreifen. Weiterhin müsste geklärt werden, ob die Kameras die ganze Zeit aufzeichnen – wenn nicht, muss der Bahnmitarbeiter die Kamera aktiv einschalten. Dieser Zeitpunkt könne teilweise zu spät und nicht mehr für die Beweissicherung dienlich sein. Auch ist fraglich, wie der Einsatz von Körperkameras datenschutzrechtlich gehandhabt wird.  



Die Deutsche Bahn hatte 2017 bereits einen solchen Pilotversuch gemacht – bei ihrem Sicherheitspersonal. Dieser verlief laut Hommel positiv: "Durch den Einsatz von Körperkameras, der ausschließlich auf freiwilliger Basis erfolgte, ist die Zahl der Übergriffe bei DB Sicherheit zurückgegangen." Das bestätigte auch die Berliner Datenschutzbehörde in ihrem Jahresbericht 2017. Demnach erhöhten die Bodycams aber nicht die Sicherheit der Fahrgäste. Auch hätten weder Verstöße gegen das Hausrecht noch Sachbeschädigungen verhindert werden können. 

Verwendete Quellen:
  • dpa


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