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Deutsche lehnen Griechenland-Hilfe ab

Umfrage: Deutsche lehnen Griechenland-Hilfe ab

22.03.2010, 11:38 Uhr | dpa, AFP

Deutsche lehnen Griechenland-Hilfe ab. Die Deutschen lehnen Hilfen für Griechenland einer Umfrage zufolge besonders stark ab (Foto: imago)

Die Deutschen lehnen Hilfen für Griechenland einer Umfrage zufolge besonders stark ab (Foto: imago)

Die Deutschen lehnen Hilfen für Griechenland einer Umfrage zufolge besonders stark ab. Anders als in Ländern wie Spanien und Italien ist die große Mehrheit der Bundesbürger gegen eine finanzielle Unterstützung für das Mittelmeerland.

Das geht aus einer Umfrage der Zeitung "Financial Times" in fünf EU-Ländern hervor. Zudem ist demnach fast ein Drittel der Deutschen der Meinung, dass Griechenland aus der Eurozone ausgeschlossen werden soll, bis es seine Finanzprobleme in den Griff bekommt.

Zweifel an Eurozone

Fast 40 Prozent der Bundesbürger glauben auch, dass es für Deutschland - Europas stärkster Wirtschaftskraft - besser wäre, wenn es selbst nicht in der Eurozone wäre. Auch mit dieser Meinung liegen die Deutschen vor Spaniern, Franzosen und Italienern.

Merkel lehnt Soforthilfe ab


Für die Studie wurden vom 3. bis 10. März mehr als 5200 Erwachsene in Spanien, Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien befragt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte erst am Wochenende erneut betont, dass sie keinen Anlass zu sofortigen EU-Hilfsmaßnahmen für Griechenland sieht.

Spanien dringt auf Hilfsplan

Währenddessen erhöhte wenige Tage vor dem EU-Gipfel der spanische Ratsvorsitz den Druck auf Deutschland. Der spanische Außenminister Miguel Angel Moratinos sagte vor einem Treffen mit seinen 26 EU-Kollegen in Brüssel, sein Land werde beim Gipfel der Staats- und Regierungschefs ab Donnerstag auf einen Hilfsplan für das hoch verschuldete Griechenland dringen.

Signal der Solidarität an Griechenland

Moratinos sprach von einem "wichtigen Moment für die Zukunft der EU und des Euro". Spanien, das bis Ende Juni den EU-Staaten vorsitzt, werde alles unternehmen, um beim Gipfel bis Freitag ein Signal der Solidarität an Griechenland zu senden, sagte der Außenminister. Zuvor hatte bereits die EU-Kommission die Bundesregierung aufgerufen, einem Gipfelbeschluss zuzustimmen.

Deutschland weist vorwürfe zurück

Der deutsche Staatsminister im Auswärtigen Amt, Werner Hoyer (FDP), wies den Eindruck zurück, Deutschland sei in Europa isoliert. "Deutschland spielt eine ganz wichtige Rolle", betonte Hoyer. Die Bundesregierung habe aber auch eine "Verantwortung gegenüber der eigenen Situation im Lande". Der Staatsminister verwies dabei auf die schwierige Rechtslage. Die EU-Verträge erlauben keine Übernahme der Schulden eines anderen EU-Landes.

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