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Deutlich weniger Asylanträge in wohlhabenden Staaten

Zahl der Asylanträge deutlich gesunken

28.03.2011, 11:03 Uhr | AFP

Deutlich weniger Asylanträge in wohlhabenden Staaten. Schatten afrikanischer Asylbewerber auf Malta. (Foto: Reuters)

Schatten afrikanischer Asylbewerber auf Malta. (Foto: Reuters)

Auch wenn die jüngsten Bilder der illegalen Einwanderer im italienischen Lampedusa eine andere Sprache sprechen:  Die Zahl der Asylbewerber in wohlhabenden Ländern ist im vergangenen Jahr nach UN-Angaben deutlich gesunken.

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Vor allem in Südeuropa sei der Andrang von Einwanderern aus Afrika und Asien um ein Drittel zurückgegangen, teilte das UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) am Montag in Genf mit. Die neuesten Daten zeigten, dass 2010 insgesamt 358.800 Menschen in 44 Industrieländern Asyl beantragten. Das seien etwa fünf Prozent weniger als 2008 und 2009 und 40 Prozent weniger als vor zehn Jahren.

Die weltweite Dynamik des Asyls verändere sich, sagte UN-Flüchtlingskommissar Antonio Guterres. Nur eine "Handvoll" der Industrieländer hätten einen Anstieg bei den Asylbewerbern registriert. Die Gründe müssten allerdings noch genauer untersucht werden. Möglich wäre, dass sich die Ausgangslage in den Herkunftsländern verändert habe oder die Kontrollen in den Zielländern schärfer geworden seien.

Wichtigste Ziele bleiben USA, Frankreich und Deutschland

Der größte Rückgang wurde den Angaben zufolge an der europäischen Mittelmeerküste verzeichnet. Die Zahlen seien im vergangenen Jahr um 33 Prozent zurückgegangen. In Deutschland, Schweden, Dänemark, Australien und Neuseeland seien die Zahlen dagegen angestiegen.

Die USA blieben mit geschätzten 55.500 Asylbewerbern das größte Einwandererland, gefolgt von Frankreich mit 47.800 und Deutschland mit 41.300 Bewerbern. Angesichts der Unruhen in Nordafrika würden sich europäische Regierungen, vor allem in Italien und Frankreich, in diesem Jahr auf einen starken Anstieg an Einwanderern gefasst machen, hieß es.

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