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Guttenbergs geheimnisvoller Job als Berater der EU-Kommission

Was macht eigentlich der Guttenberg?

09.02.2013, 12:15 Uhr | tn, t-online.de

Guttenbergs geheimnisvoller Job als Berater der EU-Kommission. Nebulöser EU-Berater für Internetfreiheit: Karl-Theodor zu Guttenberg (Quelle: dpa)

Nobel: Guttenberg verhandelt ehrenamtlich sensible Details mit internationalen Partnern. (Quelle: dpa)

"Bitte, was?!" Das mussten sich wohl viele gefragt haben, als die EU den ehemaligen Politiker Karl-Theodor zu Guttenberg vor einem Jahr zu ihrem Berater für Internetfreiheit gemacht hat. Der EU-Abgeordnete Jens Geier wollte jetzt wissen, was Guttenberg in Brüssel eigentlich macht, berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

Offiziell arbeitet Guttenberg seit März 2012 für die Europäische Kommission als Berater in Sachen Internetfreiheit. Was jedoch tatsächlich zu den Aufgaben des ehemaligen CSU-Generalsekretärs zählt, darüber wird in Brüssel geschwiegen.

Bei einer Haushaltssitzung Ende Januar fragte deshalb der 52-jährige SPD-Parlamentarier Geier die irische EU-Generalsekretärin Catherine Day nach den Kosten und Erfolgen des "Beraters für Internetfreiheit" Guttenberg.

Guttenberg in geheimer Mission

Doch die Irin wollte keine wirkliche Auskunft geben. Offiziell arbeitet Guttenberg ehrenamtlich als Berater im Sinne der "No-Disconnect-Strategie" und hilft Zensur und Unterdrückung im Ausland zu bekämpfen. Dabei pflege er Kontakte zu wichtigen Personen in Europa und den USA. Einzig Spesen - 20.000 Euro in einem Jahr - habe die EU ihrem Berater erstattet, wie die SZ berichtet.

Weitere Details wollte die Generalsekretärin nicht nennen, da laufende Verhandlungen mit ausländischen Partnern kompromittiert werden könnten. Der Netzberater führe "sensible Gespräche über Themen und mit Beteiligten aus gefährlichen Ländern oder Situationen", zitierte das Blatt Day.

Sparpotential

Die Netzgemeinde zeigte sich angesichts der mangelnden Informationsbereitschaft enttäuscht. Schon seit Beginn von Guttenbergs Arbeit als EU-Berater wollte man wissen, was der Ex-Verteidigungsminister in Brüssel eigentlich treibt. Die Kommentare über Twitter und Co waren dementsprechend hämisch: "20.000 Euro Kosten? Da wäre doch Sparpotential."

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