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Kritiker des Freihandelsabkommens verbrennen Merkel-Puppe

Brüsseler Europaviertel lahmgelegt  

Kritiker des Freihandelsabkommens verbrennen Merkel-Puppe

19.12.2014, 18:21 Uhr | dpa

Kritiker des Freihandelsabkommens verbrennen Merkel-Puppe. Mit brennenden Heuballen und Traktoren haben Freihandels-Kritiker im Brüsseler Europaviertel gegen Sparpolitik und gegen Freihandel demonstriert. (Quelle: Reuters)

Freihandels-Kritiker haben im Brüsseler Europaviertel gegen Sparpolitik und gegen Freihandel demonstriert - und machen offenbar Kanzlerin Merkel als Schuldige aus. (Quelle: Reuters)

Mit brennenden Heuballen und Traktoren haben Freihandels-Kritiker im Brüsseler Europaviertel gegen Sparpolitik und gegen Freihandel demonstriert. Um die EU-Kommission und den EU-Ministerrat kam es zu einem Verkehrschaos. Teilnehmern zufolge waren auch Landwirte aus Deutschland, Italien, Frankreich und den Niederlanden in die Europastadt gekommen. Ihr Zorn richtete sich dabei auch gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Die Demonstranten trugen Transparente mit Slogans wie "Kein Freihandel über EU-Recht" oder "Unsere Gesundheit steht nicht zum Verkauf". Auf Heuballen verbrannten sie unter anderem auch eine Attrappe Merkels. Der Rauch lag mehrere Stunden in der Luft.

Kritiker machen ihrem Unmut auch nach EU-Gipfel Luft

Im Ministerratsgebäude sollten eigentlich noch die EU-Staats- und Regierungschefs tagen. Da EU-Gipfelchef Donald Tusk das Spitzentreffen aber schon nach einem Tag beendete, waren die meisten "Chefs" bereits in ihre Hauptstädte zurückgekehrt.

Die Abwesenheit der Mächtigen tat den Protesten aber keinen Abbruch. Zur Demonstration kamen nach Angaben der Veranstalter rund 2000 Teilnehmer. Der Polizei zufolge waren es nur etwa halb so viele Menschen. Sie zogen mit etwa drei Dutzend gellend hupenden Treckern durch die Straßen. Die Polizei errichtete Sperren rund um zentrale Gebäude der EU-Institutionen.

Zu der Protestaktion aufgerufen hatte ein Bündnis aus Gewerkschaften und Organisationen, das nach eigenen Angaben für die Rechte von Bauern, Arbeitern, Arbeitslosen und Künstlern eintritt. Die Aktion richtete sich vor allem gegen die geplanten Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) und Kanada (Ceta). Die Initiatoren fordern einen sofortigen Verhandlungsstopp.

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