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Alexis Tsipras geht Klinken putzen: Brüssel, Berlin, Moskau

Brüssel, Berlin, Moskau  

Tsipras geht Klinken putzen

17.03.2015, 17:48 Uhr | AFP , rtr , dpa-AFX , AP

Alexis Tsipras geht Klinken putzen: Brüssel, Berlin, Moskau. Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras. (Quelle: dpa)

Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras hat ein umfangreiches Reiseprogramm vor sich. (Quelle: dpa)

Der griechische Regierungschef Alexis Tsipras sucht kurzfristig das Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und anderen Spitzenpolitikern der EU. Hintergrund ist offensichtlich die kritische Finanzlage seines Landes. Das Gespräch in Brüssel könnte am Donnerstag vor dem Frühjahrsgipfel der EU stattfinden, zusammen mit Frankreichs Präsident François Hollande, EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und EZB-Chef Mario Draghi. Das sagte ein griechischer Regierungsbeamter in Athen.

Darüberhinaus wird Tsipras auch noch in Berlin und Moskau erwartet. In der deutschen Hauptstadt will der griechische Regierungschef am Montag die aufgeheizte Stimmung wegen der griechischen Schuldenkrise beruhigen. Für den 8. April ist dann der Besuch im Kreml vorgesehen. Putin habe Tsipras offiziell eingeladen, hieß es in Athen.

Für das Gesprächsgesuch in Brüssel gebe es noch keine Antwort, hieß es. Ziel sei es, die festgefahrenen Verhandlungen über die Rettungsgelder und die dafür geforderten Reformen zu überwinden. Die Aussicht auf das Gespräch sorgte an den Finanzmärkten aber bereits für leichte Entspannung. Die Renditen für griechische Staatsanleihen sanken, und an der griechischen Börse stiegen die Aktienkurse nach den Verlusten vom Vortag.

Merkel will schlichten

Merkel hatte Tsipras eingeladen, nachdem das Verhältnis der beiden Finanzminister Schäuble und Varoufakis zuletzt nach persönlichen Vorwürfen immer schlechter geworden war. Im persönlichen Gespräch der beiden Chefs soll nun beraten werden, wie Griechenland in der Eurozone gehalten werden kann.

Auf dem Euro-Land lastet nicht nur ein milliardenschwerer Schuldenberg. Die Regierung in Athen könnte auch bald ohne Bargeld dastehen. Die Gespräche zwischen Griechenland und den europäischen Geldgebern drehen sich derzeit um die Liste der Reformen, die Griechenland umsetzen muss, um die nächste Tranche des Rettungskredits zu erhalten.

Moskau-Besuch vorgezogen

Der Besuch von Tsipras in Moskau kommt insofern überraschend, als bisher eigentlich geplant war, dass der Politiker erst Anfang Mai anlässlich des 70. Jahrestages des Sieges über Nazi-Deutschland, der am 9. Mai gefeiert wird, nach Moskau fliegen wollte.

Nach der Wahl Ende Januar hatte Tsipras' von Links- und Rechtspopulisten getragene Regierung dementiert, Russland um Hilfe bitten zu wollen. In der EU waren zuvor Sorgen aufgekommen, im Gegenzug könnte die neue Regierung den EU-Sanktionskurs in der Ukraine-Krise verlassen.

Die Zeitung "Ta Nea" berichtete jedoch, die Reise stehe durchaus in Verbindung mit der Geldknappheit Griechenlands. Athen habe darauf gedrungen, den Besuch in Moskau vorzuziehen, da die internationalen Geldgeber die ausstehenden Tranchen des laufenden Hilfsprogramms zurückhalten, solange Athen keine konkreten Reformvorschläge gemacht hat.

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