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Deutschland erntet dickes Lob für Umgang mit Flüchtlingen

Dickes Lob für Deutschland  

"Leuchtendes Beispiel" bei Umgang mit Flüchtlingen

01.07.2015, 11:06 Uhr | dpa, AFP

Deutschland erntet dickes Lob für Umgang mit Flüchtlingen. Düstere Prognose: Je besser das Wetter wird, desto mehr werden die gefährliche Überfahrt übers Mittelmeer nach Europa wagen. (Quelle: Reuters)

Je besser das Wetter wird, desto mehr Flüchtlinge werden die gefährliche Überfahrt übers Mittelmeer nach Europa wagen. (Quelle: Reuters)

Der scheidende Vertreter des UN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR) in Deutschland, Hans ten Feld, hat die Bundesrepublik für ihren Umgang mit der Flüchtlingswelle gelobt. Gleichzeitig belegt die UN-Organisation "die maritime Flüchtlingskrise von historischem Ausmaß" mit drastischen Zahlen.

Er sprach gar von einem "leuchtenden Beispiel in Europa", das Deutschland sei. Und zwar dafür, "wie man sich verhalten und wie man Solidarität zeigen sollte", sagte ten Feld im Deutschlandradio Kultur. 

"Deutschland hat Vorreiterrolle"

"Deutschland ist ein wichtiger Geldgeber", begründete der UNHCR-Mann sein Lob. "Und Deutschland hat auch eine Vorreiterrolle eingenommen, um in Europa zu überlegen, wie man mit dem Flüchtlingsproblem umgehen kann."

Der Niederländer, der nach 35 Jahren im Dienst in den Ruhestand geht, plädierte aber auch dafür, bessere Möglichkeiten für eine legale Einwanderung nach Europa zu schaffen. "Da sind erste kleine Schritte gemacht worden, aber da muss noch so viel mehr geschehen."

In der EU wird zurzeit heftig über eine gleichmäßigere Verteilung von Flüchtlingen gestritten. Beim jüngsten Gipfel war die Kommission mit der Forderung nach festen Quoten gescheitert. Dagegen sperrten sich vor allem osteuropäische und baltische Staaten, die selten das Ziel von Migranten sind.

Neue Zahlen: "Flüchtlingskrise historischen Ausmaßes"

Dennoch wird immer deutlicher, dass eine politische und humane Lösung für Europa gefunden werden muss - das belegen auch neueste Zahlen der Vereinten Nationen:

  • Rund 137.000 Menschen sind seit Jahresbeginn mit Booten über das Mittelmeer nach Europa geflohen.
  • Im gleichen Zeitraum 2014 waren es knapp 75.000.
  • Das bedeutet einen Anstieg um 83 Prozent.
  • 1867 Menschen kamen in diesem Jahr bei der oft lebensgefährlichen Überfahrt bereits ums Leben, davon allein 1308 im April.

Und das ist erst der Anfang, sind sich Experten einig. Denn in den warmen Sommermonaten dürften noch mehr Menschen als bisher versuchen über das Meer nach Europa zu kommen, warnt auch das UNHCR.

"Europa erlebt eine maritime Flüchtlingskrise von historischem Ausmaß", fasst die UN-Organisation die Bedeutung der Zahlen zusammen.

UN-Flüchtlingskommissar António Guterres stellte aber auch klar, dass die meisten Flüchtlinge keine Wirtschaftsflüchtlinge seien. Die große Mehrzahl sei wegen Kriegen, Konflikten und Verfolgung auf der Flucht. Ein Drittel der in Italien und Griechenland angekommenen Menschen seien zum Beispiel aus dem Bürgerkriegsland Syrien geflohen.


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