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Griechenland befürchtet Flüchtlingsaufstand

Humanitäre Folgen der Krise  

Griechenland befürchtet Flüchtlingsaufstand

07.07.2015, 21:45 Uhr | dpa, AFP

Griechenland befürchtet Flüchtlingsaufstand. Die Krise in Griechenland trifft vor allem die Ärmsten. (Quelle: dpa)

Die Krise in Griechenland trifft vor allem die Ärmsten. (Quelle: dpa)

Ein Ende des Schuldenstreits mit Griechenland ist nicht in Sicht. Und während die griechische Regierung mit den Gläubigern um neue Milliarden-Hilfe feilscht, werden immer mehr auch die humanitären Folgen der Krise im Land spürbar.

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So könnte die schwere Finanzkrise zu Hungeraufständen in den zahlreichen Migrantenlangern vor allem auf den Inseln der Ostägäis führen.

"Die Programme zur Versorgung mit Essen sind ausgelaufen. Es könnte zu Revolten kommen", warnte die griechische Vize-Ministerin für Migrationspolitik, Tasia Christofilopoulou, im griechischen Parlament.

Gefährliche Zuspitzung der Lage

Bereits am Vormittag hatten Regionalgouverneure von den Ägäisinseln vor einer gefährlichen Zuspitzung der Lage in den Migrantenlagern gewarnt. Die Catering-Unternehmen seien seit Monaten nicht bezahlt worden und hätten seit Dienstag die Austeilung von Essen eingestellt, hieß es.

Die Ägäis ist eine der Routen, über die Schleuser Tausende Migranten nach Europa bringen.

Oettinger warnt vor Folgen

Der deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger warnte zudem vor verheerenden Folgen der Krise für Griechen im Land: Die EU-Kommission und die Euro-Länder müssten deshalb verhindern, "dass es wegen der akuten Finanznot zu Engpässen bei Medikamenten, Lebensmitteln oder Öl und Gas kommt", so Oettinger.

Aus dem EU-Haushalt könnten dafür Mittel verwendet werden, die für mögliche Naturkatastrophen reserviert seien. "EU-Geld zur Finanzierung des Athener Haushalts wird es nicht geben", sagte Oettinger.

Die griechische Regierung müsse wahrscheinlich bald Löhne, Renten und offene Rechnungen in Form von Schuldscheinen auszahlen.

Schulz' Ruf nach humanitärer Hilfe

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) erneuerte derweil seinen Ruf nach humanitärer Hilfe für das Euro-Land. Die griechischen Familien, die Alten, die Kranken und die Einkommensschwachen seien "die eigentlichen Verlierer des griechischen Dramas", schrieb Schulz in einem Gastbeitrag für die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post". "Sie dürfen wir nicht alleine lassen, und deshalb plädiere ich dafür, dass wir humanitäre Gelder zur Verfügung stellen, um hier schnell zu helfen."

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