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Griechenland: Weinender Rentner bekommt unerwartet Hilfe

Glückliches Ende  

Australier hilft weinendem Rentner

08.07.2015, 11:53 Uhr | AFP

Griechenland: Weinender Rentner bekommt unerwartet Hilfe. Giorgos Chatzifotiadis bekommt unerwartet Hilfe. (Quelle: Screenshot Facebook)

Giorgos Chatzifotiadis bekommt unerwartet Hilfe. (Quelle: Screenshot Facebook)

Glückliches Ende für den weinenden Rentner von Thessaloniki: Sein Schicksal sorgte in den sozialen Netzwerken für Aufsehen. Ein Mann erkannte ihn wieder und beschloss, zu helfen. 

Als James Koufos, ein in Australien geborener Geschäftsmann griechischer Abstammung, das Foto des 77-jährigen Giorgos Chatzifotiadis sah, kam er ihm bekannt vor. Er habe sehr wie "ein Freund meines Vaters" ausgesehen, sagte der Chef einer Finanzfirma.

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Der 41-Jährige kontaktierte daraufhin seine Mutter in Griechenland via Facebook. Diese habe ihm bestätigt, dass es sich bei Chatzifotiadis tatsächlich um einen alten Freund seines Vaters handele. Koufos' Vater war vor anderthalb Jahren verstorben. "Als ich das sah, sagte ich zu meiner Mutter: 'Was können wir tun'", so Koufos. Er habe seine Mutter gebeten, den Mann ausfindig zu machen und ihm etwas Bargeld als "Soforthilfe" zu geben.

Anrührender Hilfsappell

Außerdem startete Koufos auf Facebook einen anrührenden Hilfsappell. In einem Fonds sammelt er seither Geld für den Rentner. Am Samstag will der hilfsbereite Australien-Grieche nach Athen fliegen, um Chatzifotiadis später in Thessaloniki zu treffen. Es sei als "Überraschung" gedacht. Er wolle Chatzifotiadis einen "ordentlichen Geldbetrag" geben.

Außerdem werde Geld gesammelt, um auch andere hilfsbedürftige Griechen zu unterstützen, sagte Koufos. Sie stünden unter anderem in Kontakt mit Zufluchtsorten für Notleidende in Athen und Thessaloniki. Auch die Familie Koufos stammt aus Thessaloniki, Chatzifotiadis war bei der Hochzeit der Schwester von James Koufos zu Gast.

Verzweifelt vor Bank zusammengebrochen

Chatzifotiadis hatte versucht, bei drei Banken für seine kranke Frau wenigstens einen Teil der Rente zu ergattern. Doch fand er sich stets vor verschlossenen Türen wieder. Die vierte Bank habe dann geöffnet gehabt, dennoch habe er kein Geld für seine Frau bekommen. "Da bin ich einfach zusammengebrochen", sagte Chatzifotiadis - allerdings aus Wut über das Elend und die Situation um ihn herum, nicht wegen seiner eigenen Lage.

Der Rentner und seine Frau arbeiteten mehrere Jahre in Deutschland - von dort stammt auch die Rente seiner Frau. "Ich habe hart gearbeitet", sagte der Rentner. Nun erträgt er es kaum, wenn Menschen auf den Straßen um ein paar Cent für Brot betteln.

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