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Flüchtlinge in Ungarn: Lage spitzt sich zu - Flucht aus Aufnahmelager

Lage in Ungarn spitzt sich zu  

300 Flüchtlinge aus Aufnahmelager geflohen

04.09.2015, 14:24 Uhr | AFP

Flüchtlinge in Ungarn: Lage spitzt sich zu - Flucht aus Aufnahmelager. Die Lage der Flüchtlinge in Ungarn wird immer dramatischer. (Quelle: AP/dpa)

Die Lage der Flüchtlinge in Ungarn wird immer dramatischer. (Quelle: AP/dpa)

300 Flüchtlinge sollen in Ungarn aus einem Aufnahmelager ausgerissen sein. Nach Angaben der Polizei sind die Menschen in Roszke nahe der serbischen Grenze ausgebrochen. Zudem sind mehrere hundert Flüchtlinge vom Budapester Bahnhof zu Fuß in Richtung Grenze losmarschiert. Die Entfernung beträgt rund 200 Kilometer.

Die Situation in Ungarn eskaliert. Eine weitere Gruppe von 64 Migranten habe einem Komplex bei Bicske nahe Budapest verlassen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur MTI.

In Ungarn sind in den letzten 24 Stunden mehr als 3000 neue Flüchtlinge angekommen. Elf Schlepper seien im selben Zeitraum festgenommen worden. Ungarn will den neuen Zaun an der serbischen Grenze vom 15. September an verstärkt mit Militär und Polizei kontrollieren. Am Freitag sollte das Parlament über entsprechende Gesetzesänderungen abstimmen.

500 Flüchtlinge schlafen im Zug

Ungarn durchsucht indes Züge Richtung Westgrenze, um Flüchtlinge an der Weiterreise zu hindern. In der Stadt Bicske - knapp 40 Kilometer westlich von Budapest - verbrachten etwa 500 protestierende Flüchtlinge die Nacht zum Freitag in einem Zug. Sie wehren sich seit Donnerstagmittag gegen ihren geplanten Transport in ein Flüchtlingslager.

Ein zweiter Zug mit Flüchtlingen wurde am Donnerstag im Dorf Nagyszentjanos gestoppt. Alle 120 Reisenden wurden in Flüchtlingslager gebracht. Augenzeugen berichteten auch von weiteren Durchsuchungen von Zügen.

Handgemenge auf Lesbos

Auf der griechischen Insel Lesbos kommt es nach offiziellen Angaben zu Handgemengen zwischen etwa 200 Migranten und Sicherheitsbehörden. Nicht registrierte Flüchtlinge hätten versucht, auf ein Schiff zu kommen, erklärt die Küstenwache..

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