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Deutschland lässt Flüchtlinge aus Österreich abholen

Mit fünf Sonderzügen  

Deutschland lässt Flüchtlinge per Zug abholen

17.09.2015, 23:39 Uhr | AFP, dpa, t-online.de

Deutschland lässt Flüchtlinge aus Österreich abholen. Insgesamt sollen 2500 Flüchtlinge in Sonderzügen weiterreisen können. (Quelle: Reuters)

Insgesamt sollen 2500 Flüchtlinge in Sonderzügen weiterreisen können. (Quelle: Reuters)

Kroatien ist angesichts der jüngsten Entwicklung in der Flüchtlingskrise zusehends überfordert. Damit es hierzulande nicht einmal im Ansatz so weit kommt, lässt Deutschland weitere Flüchtlinge direkt von der Grenze abholen. Insgesamt fünf Sonderzüge wurden losgeschickt, sagte ein Sprecher des bayerischen Innenministeriums.

Den Angaben zufolge sollen drei Züge je etwa 500 Flüchtlinge vom Grenzort Freilassing nach Celle, Stuttgart und Frankfurt/Main bringen. Für die Nacht war eine weitere Fahrt von Freilassing nach Berlin sowie eine von München nach Dortmund geplant. Insgesamt sollten etwa 2500 Flüchtlinge abgeholt werden. Ziel sei, die Weiterreise geordnet und organisiert zu gestalten.

Ein Sprecher der Bundespolizei sagte, es seien allein im Bereich Rosenheim am Donnerstag bis zum Nachmittag 2300 illegale Einreisen registriert worden. Am Vortag seien es 4600 Menschen gewesen, teilweise in großen Gruppen von mehreren hundert Menschen.

Auch in Salzburg halten sich tausende Flüchtlinge auf, die über Ungarn nach Österreich gelangten und nach Deutschland weiterreisen wollen.

Deutschland kann auf Geld von EU hoffen

Deutschland kann derweil auf eine finanzielle Unterstützung durch die Europäische Union für die Betreuung von Flüchtlingen hoffen. Er sei "guten Mutes", dass ein Antrag auf Zuwendungen aus einem entsprechenden EU-Fonds erfolgreich sein werde, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) nach einem Gespräch mit dem EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos. Avramopoulos sagte, die deutsche Bitte sei gehört worden. Zur möglichen Höhe der Finanzhilfe äußerten sich beide nicht.

Bei einem Besuch in Rosenheim wie de Maizière auch Spekulationen über einen möglichen Rücktritt zurück. Der im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise in die Kritik geratene CDU-Politiker sagte auf die Frage, ob er Rücktrittgedanken habe: "Nein, ich arbeite."

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