Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > Europäische Union >

Flüchtlinge: Österreich öffnet den Grenzübergang in Spielfeld

Angst vor Gewalt und Massenpanik  

Österreich öffnet Grenzübergang in Spielfeld

23.10.2015, 07:26 Uhr | AP

Flüchtlinge: Österreich öffnet den Grenzübergang in Spielfeld. Schon am Vortag mussten die Grenzschützer in Spielfeld dem Druck der Flüchtlinge nachgeben. (Quelle: dpa)

Schon am Vortag mussten die Grenzschützer in Spielfeld dem Druck der Flüchtlinge nachgeben. (Quelle: dpa)

Der Grenzübergang Spielfeld zwischen Österreich und Slowenien wird von Flüchtlingen buchstäblich überrollt. Nachdem Tausende die errichteten Barrieren am Mittwoch einfach durchbrochen hatten, gaben die Polizisten den Weg nun von sich aus frei.

Um den Druck zu vermindern, der von Nachdrängenden ausging, wurden die zuvor errichteten Barrieren wieder entfernt, erklärten die Grenzschützer. Durch die Maßnahme wolle man Gewalt und einer möglichen Massenpanik vorbeugen.

Zugverkehr im Grenzgebiet eingestellt

Nach Polizeiangaben kamen rund 3000 Flüchtlinge den Anweisungen nach, sich jenseits der Sperren in Gruppen zu sammeln. Hunderte seien allerdings einfach Richtung Norden weitergegangen. Auf der slowenischen Seite warteten derweil immer noch mehr als 1000 Flüchtlinge auf den Grenzübertritt. Die österreichische Bahn stellte den Zugverkehr im Grenzgebiet zu Slowenien ein, um entlang der Schienen wandernde Flüchtlinge nicht zu gefährden.

Slowenien hatte allein am Mittwoch 12.000 Neuankömmlinge gezählt. Nach Angaben der Polizei erhöhte sich damit die Zahl der seit Samstag - dem Tag der Schließung der ungarisch-kroatischen Grenze - aus Kroatien angekommenen Flüchtlinge auf 34.000. Das kleine Land Slowenien hatte erklärt, es könne nur 2500 Flüchtlinge pro Tag verkraften und Kroatien vorgeworfen, zu viele Menschen an die Grenze zu schicken.

UN besorgt wegen vieler Kinder

Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) stellte unterdessen besorgt fest, dass unter den bei Nässe und Kälte ziehenden Flüchtlingen sehr viele kleine Kinder seien. Ein UNHCR-Mitarbeiter sagte, 60 Prozent der von Serbien nach Kroatien wandernden Flüchtlinge kämen mit ihren Familien, "und vielleicht 45 Prozent haben Kinder unter fünf Jahren". 

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Weltbild.detchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de

shopping-portal