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Dänemark: Polizei nimmt alleinreisenden Flüchtlingskindern Handys weg

Bei ungeklärter Identität  

Dänische Polizei nimmt Flüchtlingskindern Handys weg

17.02.2016, 09:40 Uhr | dpa

Dänemark: Polizei nimmt alleinreisenden Flüchtlingskindern Handys weg. Ein Kind bei der Ankunft mit einem Zug in Dänemark. (Quelle: Reuters)

Ein Kind bei der Ankunft mit einem Zug in Dänemark. (Quelle: Reuters)

Wenn die Identität von allein reisenden Flüchtlingskindern nicht anders geklärt werden kann, nimmt ihnen die Polizei in Dänemark laut einem Zeitungsbericht die Handys ab. Die Praxis stößt auf Kritik.

In den vergangenen Monaten sei dies 55-mal der Fall gewesen. Bis sie ihr Handy zurückbekämen, müssten viele Kinder einen Monat lang warten, hieß es in dem Bericht von "Politiken".

"Das ist ein Problem, das uns bewusst ist", sagte der Chef des Nationalen Ausländerzentrums der Reichspolizei, Richard la Cour, dem dänischen Fernsehen. "Wir werden das in Zukunft schneller machen."

Die große Zahl der Asylbewerber seit dem vergangenen Herbst habe die Ermittler vor Herausforderungen gestellt, erklärte er.

Kritik von linker Partei

Die dänische Mitgliedsorganisation von Save the Children, Red Barnet, nannte das Vorgehen problematisch, "weil Kinder generell verletzlicher sind als Erwachsene und das Handy ihre einzige Verbindung zu Eltern und Hilfe sein kann".

Die linke Partei Einheitsliste kritisierte die Praxis als verrückt. "Sie (die Kinder) sind ohnehin ganz alleine, und wenn man ihnen das Handy wegnimmt, nimmt man ihnen jede Möglichkeit, Kontakt mit der Familie zu halten, die vielleicht Tausende Kilometer weit weg ist", sagte die justizpolitische Sprecherin Pernille Skipper.

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