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Aufregung wegen Gerüchten über Grenzöffnung in Idomeni

Elendscamp Idomeni  

Aufregung wegen Gerüchten über Grenzöffnung

26.03.2016, 15:15 Uhr | dpa, AFP

Aufregung wegen Gerüchten über Grenzöffnung in Idomeni. Flüchtlinge im Elendscamp von Idomeni. (Quelle: dpa)

Flüchtlinge im Elendscamp von Idomeni. (Quelle: dpa)

Unbekannte haben am Samstag Gerüchte unter Flüchtlingen in Idomeni verbreitet, Deutschland werde Tausende Schutzsuchende aus diesem Elendslager an der griechisch-mazedonischen Grenze aufnehmen. Deshalb solle der mazedonische Grenzzaun am Sonntag geöffnet werden, hieß es. 

Daraufhin sah sich Sokratis Famelos, ein Abgeordneter der regierenden Linkspartei Syriza, zu einer Klarstellung genötigt: "Es wird keine Öffnung des Zauns geben. Einzige Lösung ist, in die gut organisierten Lager im Landesinneren zu gehen", sagte Famelos im griechischen Fernsehen.

Der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow hatte zuvor erklärt, sein Land könnte bei einer "koordinierten Aktion mehrerer Bundesländer" 1000 bis 2000 Flüchtlinge aufnehmen.

Es gehe dabei um Flüchtlinge, "die im griechischen Idomeni gestrandet sind und verzweifelt auf Hilfe hoffen", sagte der Linke-Politiker dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Voraussetzung sei, dass die Bundesregierung in Visafragen und bei der Logistik helfe.

Ob die Unruhe in Idomeni auf diese Äußerungen zurückging, ist unklar. Griechische Medien vermuten, dass hinter diesen Gerüchten sogenannte Aktivisten stehen, die Migranten immer wieder zu Aktionen wie Straßenblockaden oder Ähnlichem raten, um die internationale Aufmerksamkeit zu wecken.

Flüchtlinge werden in andere Lager gebracht 

Derweil willigten Hunderte in Idomeni festsitzende Flüchtlinge angesichts der katastrophalen Bedingungen im Lager ein, in andere Unterkünfte gebracht zu werden.

Acht Busse transportierten bereits am Freitag etwa 400 Flüchtlinge in andere Aufnahmezentren der Region, etwa ein dutzend Busse sollten am Samstag zum Einsatz kommen, wie die griechische Polizei vor Ort mitteilte.

Nach offiziellen Angaben waren am Samstagmorgen noch 11.603 Menschen in Idomeni. An der Grenze harren die Flüchtlinge seit Wochen auf griechischer Seite aus, nachdem Mazedonien seine Grenze und damit den Weg Richtung Nord- und Mitteleuropa dicht gemacht hatte. 

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