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Panama Papers: Island macht ohne Gunnlaugsson weiter

Neuwahlen im Herbst  

Islands Regierungschef tritt nun doch zurück

07.04.2016, 12:45 Uhr | dpa-AFX, AFP, t-online.de

Panama Papers: Island macht ohne Gunnlaugsson weiter. David Gunnlaugsson ist über seine Verwicklung in die Affäre um die "Panama Papers" gestürzt.  (Quelle: dpa)

David Gunnlaugsson ist über seine Verwicklung in die Affäre um die "Panama Papers" gestürzt. (Quelle: dpa)

Nach dem Hin und Her um den Amtsverzicht des isländischen Ministerpräsidenten Sigmundur David Gunnlaugsson will die Regierung des Landes ohne ihren durch die "Panama Papers" in die Kritik geratenen Chef weitermachen. Neuer Ministerpräsident wird Vizeparteichef Sigurdur Ingi Johansson. 

Gunnlaugsson sei zurückgetreten, teilte ein Sprecher der Fortschrittspartei nach ausführlichen Beratungen mit. An seine Stelle trete der bisherige Landwirtschaftsminister Johansson. Ihm zufolge sind für den Herbst vorgezogene Neuwahlen geplant.

Opposition hält an Misstrauensvotum fest

Die Oppositionsparteien hingegen blieben bei ihrem Vorhaben, die Regierung mit einem Misstrauensvotum stürzen zu wollen und Neuwahlen innerhalb von 45 Tagen zu erreichen.

Die Regierungskrise in Island war durch die ersten Veröffentlichungen der "Panama Papers" am Sonntag ausgelöst worden. Demnach haben der scheidende Ministerpräsident Gunnlaugsson und seine Frau Millionen in einer Briefkastenfirma auf den Britischen Jungferninseln geparkt.

Gunnlaugsson soll seine Anteile inzwischen an seine Frau übertragen haben. In einem Schreiben an die internationale Presse hatte der Politiker bestritten, die Vermögenswerte den Finanzbehörden verheimlicht zu haben. Er weigerte sich zurückzutreten, obwohl seine Partei zuvor seinen Rückzug verkündet hatte.

Am Mittwochabend hatten den dritten Tag in Folge Tausende Isländer in Reykjavík demonstriert und das Parlamentsgebäude aus Ärger über die Politik mit Eiern und Bananen beworfen.

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