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Österreich: TV-Duell Hofer vs. Van der Bellen endet im Chaos

Präsidentenwahl in Österreich  

TV-Duell endet im Chaos: "Beide blamiert, Amt beschädigt"

16.05.2016, 15:39 Uhr | dpa , t-online.de

Österreich: TV-Duell Hofer vs. Van der Bellen endet im Chaos. Österreichs Präsidentschaftskandidaten Norbert Hofer (re.) und Alexander Van der Bellen im TV-Duell. (Quelle: dpa)

Österreichs Präsidentschaftskandidaten Norbert Hofer (re.) und Alexander Van der Bellen im TV-Duell. (Quelle: dpa)

In einer knappen Woche wählen die Österreicher ihren neuen Bundespräsidenten. Die Wahl ist richtungsweisend: Erstmals duellieren sich am 22. Mai ein ehemaliger Grünen-Chef und ein Kandidat der rechten FPÖ. Ein experimentelles TV-Duell der beiden Aspiranten endete unterdessen in einem Desaster. Analysten sprechen von einem "Schlamm-Catchen".

Wirtschaftsprofessor Alexander Van der Bellen (72) und Rechtspopulist Norbert Hofer (45) traten in der 45-minütigen Sendung des österreichischen Privatsenders ATV ohne Moderator und Themenvorgabe gegeneinander an.

Einen wesentlichen Teil der Sendung nahmen Vorwürfe ein, was jeweilige Unterstützer des anderen in sozialen Netzwerken an Beleidigungen gepostet hatten. Themen wie das Verhältnis zur EU und die Bekämpfung der Rekordarbeitslosigkeit spielten eine weniger prominente Rolle.

Scharfe Kritik am TV-Duell

Politikberater, die den Auftritt der beiden Kandidatenunmittelbar danach analysierten, sprachen von einem "Schlamm-Catchen". "Beide blamiert, Amt beschädigt", sagte Politikberater Thomas Hofer. 

Der Wiener Politikwissenschaftler Hubert Sickinger erklärt das TV-Experiment beim Kurznachrichtendienst Twitter kurzerhand für gescheitert. Thomas Mayer, Journalist bei der Zeitung "Der Standard", fand das Duell hingegen sehr aufschlussreich - nicht unbedingt zum Vorteil der Kandidaten:

Ein User spielte sogar auf den jüngsten Coup von Jan Böhmermann an, der es geschafft hatte, einen Kandidaten bei der RTL-Sendung "Schwiegertochter gesucht" einzuschmuggeln und den Sender bloßzustellen:


Großer Vorsprung für Hofer

Im ersten Wahlgang gewann der rechte FPÖ-Kandidat Norbert Hofer mit großem Vorsprung. 35,1 Prozent aller Stimmen konnte er für sich gewinnen. Hofer gilt als das "freundliche Gesicht" der umstrittenen Partei, die in allen Umfragen auf Platz eins liegt. Er ist aber maßgeblich für das als fremdenfeindlich geltende Programm der FPÖ zuständig.

Van der Bellen wurde von 21,3 Prozent der Wähler unterstützt. Der gebürtige Wiener punktet vor allem mit seinem ruhigen und sachlichen Auftreten. Inhaltlich vertritt er in den meisten Punkten das genaue Gegenteil seines Kontrahenten.

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