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Flüchlinge in Idomeni: Prostitution und Drogen machen sich breit

"Ghetto Idomeni"  

Berichte über Prostitution und Drogen im Flüchlingslager

18.05.2016, 15:08 Uhr | dpa

Flüchlinge in Idomeni: Prostitution und Drogen machen sich breit. Die unhaltbaren Zustände im Flüchtlingslager Idomeni bieten offenbar einen guten Nährboden für die organisierte Kriminalität.  (Quelle: Reuters)

Die unhaltbaren Zustände im Flüchtlingslager Idomeni bieten offenbar einen guten Nährboden für die organisierte Kriminalität. (Quelle: Reuters)

Seit Monaten sorgt das völlig überfüllte Flüchtlingscamp Idomeni an der nordgriechischen Grenze wegen katastrophaler humanitärer Zustände für Schlagzeilen. Nun breitet sich in dem Lager offenbar auch noch die organisierte Kriminalität aus. 

Wie griechische Medien berichteten, soll ein Eisenbahnwaggon zu einem Bordell umfunktioniert worden sein. Aus Nordafrika stammende Dealer verkauften Drogen, auch Schleuser seien vor Ort. Die griechische Polizei sei im Inneren des Lagers nicht präsent, habe jedoch den Bereich um die Zeltstadt herum weiträumig abgesperrt. Medien schreiben bereits vom "Ghetto Idomeni".

Flüchtlinge harren in Lager aus

Im Lager halten sich nach Angaben des griechischen Stabs für die Flüchtlingskrise derzeit noch 9200 Flüchtlinge und Migranten auf. Medien berichten dagegen von bis zu 11.000 Menschen, die dort ausharren, seit das Nachbarland Mazedonien vor rund vier Monaten seine Grenzen geschlossen hat.

Die Menschen weigern sich, in staatliche Auffanglager umzusiedeln. Sie hoffen, die Grenze könnte sich doch noch öffnen und den Weg freimachen für die Weiterreise nach Mitteleuropa.

Seit mehr als fünf Wochen besetzen Flüchtlinge und andere Migranten zudem die Bahnschienen des für die griechische Exportwirtschaft wichtigen Grenzübergangs. Bei den Blockierern handle es sich vornehmlich um Migranten aus Marokko, Tunesien, Afghanistan und Pakistan, berichtete der griechische Fernsehsender Skai.

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