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Flüchtlinge in Idomeni protestieren: Sechs Verletzte bei Krawallen

Flüchtlinge wollten Grenzzaun durchbrechen  

Mehrere Verletzte bei Krawallen im Flüchtlingslager Idomeni

19.05.2016, 16:46 Uhr | dpa, t-online.de

Flüchtlinge in Idomeni protestieren: Sechs Verletzte bei Krawallen. Bei den Krawallen von Flüchtlingen und Migranten im Lager Idomeni setzte die griechische Polizei Tränengas und Blendgranaten ein.  (Quelle: AP/dpa)

Bei den Krawallen von Flüchtlingen und Migranten im Lager Idomeni setzte die griechische Polizei Tränengas und Blendgranaten ein. (Quelle: AP/dpa)

Bei den Ausschreitungen von Flüchtlingen und Migranten im Flüchtlingslager im griechischen Grenzort Idomeni sind vier Demonstranten und zwei Polizisten leicht verletzt worden.

Das berichtete der griechische Radiosender Athina 984. Demnach hätten die Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und den Flüchtlingen die ganze Nacht angehalten und sich erst am Donnerstagmorgen beruhigt.

Randalierer wollten Grenze durchbrechen

Die griechische Polizei hatte Tränengas und Blendgranaten eingesetzt, um eine Gruppe von rund 300 randalierenden Migranten daran zu hindern, den mazedonischen Grenzzaun in der Nähe des Lagers von Idomeni zu durchbrechen. Die Randalierer hatten versucht, einen Eisenbahnwaggon als Rammbock zu nutzen, um den Zaun auf der mazedonischen Seite niederzureißen.

Griechische Medien kritisieren die Regierung, die das improvisierte Lager eigentlich bis Anfang Mai räumen wollte.

In dem Lager halten sich nach Angaben des griechischen Stabs für die Flüchtlingskrise derzeit noch rund 9000 Flüchtlinge und Migranten auf. Medien berichten dagegen von bis zu 11.000 Menschen, die dort ausharren, seit das Nachbarland Mazedonien vor rund vier Monaten seine Grenzen geschlossen hat.

Die Menschen weigern sich, in staatliche Auffanglager umzusiedeln. Sie hoffen, die Grenze könnte sich doch noch öffnen und den Weg freimachen für die Weiterreise nach Mitteleuropa.

Bisher ziehen die Flüchtlinge von dort nur langsam ab - derzeit halten sich nach Informationen des griechischen Stabs für die Flüchtlingskrise noch rund 9000 Menschen dort auf.

Seit mehr als fünf Wochen besetzen Flüchtlinge und andere Migranten zudem die Bahnschienen des für die griechische Exportwirtschaft wichtigen Grenzübergangs. Bei den Blockierern handle es sich vornehmlich um Migranten aus Marokko, Tunesien, Afghanistan und Pakistan, berichtete der griechische Fernsehsender Skai.

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