Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Hunderttausende Fl├╝chtlinge warten auf die ├ťberfahrt

Von dpa, afp, reuters, t-online
Aktualisiert am 26.05.2016Lesedauer: 2 Min.
Auf meist v├Âllig untauglichen Booten unternehmen Fl├╝chtlinge den Versuch, das Mittelmeer zu ├╝berqueren.
Auf meist v├Âllig untauglichen Booten unternehmen Fl├╝chtlinge den Versuch, das Mittelmeer zu ├╝berqueren. (Quelle: /dpa-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Alleine zu Beginn dieser Woche waren es weit mehr als 5000 - und das innerhalb von nur 48 Stunden. Die Zahl der aus dem Mittelmeer geretteten Fl├╝chtlinge steigt rasant. L├Ąngst bef├╝rchten Hilfsorganistionen eine neue Massenflucht. Auch die Bundeswehr st├Â├čt bei ihrem Einsatz im Gebiet zwischen Libyen und Italien zeitweise an ihre Kapazit├Ątsgrenze.

"Wir sind ein bisschen erschrocken ├╝ber die gro├če Zahl derjenigen, die jetzt, wo das Wetter stabil ist, aus Libyen kommen", sagte ein Sprecher des Einsatzf├╝hrungskommandos der Bundeswehr.


NACHRICHTEN DES TAGES

Kreuzfahrtfestival Hamburg Cruise Days
Kreuzfahrtfestival Hamburg Cruise Days
+3

Am Mittwoch sei die Fregatte "Karlsruhe" mit rund 250 Geretteten an Bord in Richtung Brindisi unterwegs gewesen, als sie ein weiterer Notruf erreicht habe. Eine italienische Einheit habe sich dann dieses zweiten Schlepperbootes angenommen. Das zweite deutsche Schiff, der Einsatzgruppenversorger "Frankfurt am Main", war zu diesem Zeitpunkt im Hafen von La Spezia.

Einsatz nur au├čerhalb der Hoheitsgew├Ąsser

Die Bundeswehr beteiligt sich seit Juni 2015 an der Operation Sophia, mit der die EU die illegale Migration ├╝ber das Mittelmeer bek├Ąmpft. Da die Operation bislang auf das Gebiet au├čerhalb der libyschen Hoheitsgew├Ąsser begrenzt ist, konnten die beteiligten Kriegsschiffe zwar rund 14.000 in Seenot geratene Fl├╝chtlinge in Sicherheit bringen. Gegen die an der K├╝ste bleibenden Schleuser sind die Soldaten aber weitgehend machtlos.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
"2023 ist Putin weg ÔÇô wahrscheinlich im Sanatorium"


Immerhin gebe sich die neue Regierung in Tripolis alle M├╝he, als Partner der EU-Operation aufzutreten, sagte der Bundeswehr-Sprecher. Gelegentlich k├Ąmen Informationen. Auch einige Boote der K├╝stenwache seien zuletzt unterwegs gewesen - um Schlepperboote zu stoppen oder um Fl├╝chtlinge aus Seenot zu retten. "Das ist zwar nur ein Tropfen auf den hei├čen Stein, aber immerhin, da passiert jetzt ein bisschen etwas", so der Sprecher weiter.

Weitere Artikel


Bis zu eine Million Fl├╝chtlinge in Libyen

Nach Angaben der Internationalen Organisation f├╝r Migration (IOM) halten sich derzeit 700.000 bis eine Million Fl├╝chtlinge und Migranten im B├╝rgerkriegsland Libyen auf. Auch die private Fl├╝chtlingshilfe-Organisation "Sea Watch" warnt vor einer neuen Massenflucht. "Bei anhaltend gutem Wetter erwarten wir einen massiven Verkehr an Fl├╝chtlingsbooten von Libyen aus", sagte "Sea-Watch"-Initiator Harald H├Âppner. Wie zur Untermauerung seiner Worte gab es am Donnerstag die n├Ąchste Meldung ├╝ber ein gekentertes Fl├╝chtlingsboot. Bis zu 30 Menschen sollen dabei ertrunken sein.

Bisher gelangten laut IOM und dem Fl├╝chtlingshilfswerk UNHCR in diesem Jahr knapp 34.000 Fl├╝chtlinge ├╝ber die Mittelmeerroute nach Italien - im Vergleich zu mehr als 47.000 im gleichen Zeitraum des Vorjahres. 988 Menschen seien bei der ├ťberfahrt gestorben, bis Ende Mai 2015 seien 1782 Tote gez├Ąhlt worden. Ber├╝cksichtigt man auch die Fl├╝chtlinge, die aus der T├╝rkei nach Griechenland kommen, sind in den ersten f├╝nf Monaten mehr als 190.000 Menschen ├╝ber das Mittelmeer geflohen.

Bislang gibt es nach Angaben von Beh├Ârden allerdings keine Hinweise darauf, dass Fl├╝chtlinge aus dem Nahen Osten und Afghanistan auf die Route ├╝ber Libyen umschwenken. Die meisten der seit Jahresbeginn ├╝bers Mittelmeer nach Italien gekommenen Menschen stammen demnach aus L├Ąndern s├╝dlich der Sahara.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
EUFl├╝chtlingeItalienLibyenMittelmeer
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten f├╝r Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Str├Âer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverl├Ąngerung FestnetzVertragsverl├Ąngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website