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Elmar Brok warnt Briten vor Brexit: Keine zweite Chance

Brok warnt Briten  

Es gibt keine zweite Chance nach dem Brexit

07.06.2016, 08:22 Uhr | dpa

Elmar Brok warnt Briten vor Brexit: Keine zweite Chance. Symbolbild (Quelle: Reuters)

Die Briten stimmen am 23. Juni über den Austritt aus der EU ab. (Quelle: Reuters)

Raus aus der EU und dann zu besseren Bedingungen wieder eintreten? Darauf dürfen die Briten nicht hoffen. Es werde "keine Neuverhandlungen über einen neuen Deal geben", warnte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Europaparlament, Elmar Brok (CDU), die Briten. Er zählt auf, welche Nachteile ein Brexit bringen könnte.

Nach einem Ja zum Austritt aus der EU gebe es für die Briten keine Möglichkeit, später wieder eine neue Mitgliedschaft aushandeln zu können, sagte Brok vor Journalisten in Straßburg. "Wir wollen auch keinen Präzedenzfall für andere Länder haben, dass es sich lohnt, erst einmal dagegen zu sein, um danach mehr rauszuholen."

Am 23. Juni können die Briten bei einem Referendum abstimmen, ob sie in der Europäischen Union bleiben oder diese verlassen wollen.

Brexit würde Briten schaden

Brok sagte, die derzeitige britische Debatte über Gefahren der Migration aus der EU sei "eine erfundene Diskussion, die falsche und unbegründete Sicherheit vermittelt". Nach wie vor gebe es britische Grenzkontrollen. "Die Briten müssen nur sehen, dass der Schutz, den sie durch uns haben, etwa durch die Franzosen in Calais, dann wegfallen würde." Die britische Lage in Sachen Migration verschlechterte sich also.

Zudem wollten die Briten unbedingt weiter vom Binnenmarkt profitieren - dafür müsse Freizügigkeit der Arbeitnehmer garantiert sein, sagte Brok. "Davon kriegen sie keine Ausnahme." Er verwies auf die Schweiz und Norwegen, die als mit der EU verbundene Nicht-Mitglieder ebenfalls Freizügigkeit gewähren müssen.  

Brok betont Zusammengehörigkeitsgefühl

Es sei "im beiderseitigen Interesse, aber noch mehr im britischen Interesse, dass wir zusammenbleiben", sagte Brok. "Die Bereitschaft von unserer Seite ist da. Wir sollten die Fakten sprechen lassen und nicht die Emotionen der Vergangenheit."

Nach Brexit drohen "Scheidungsverhandlungen"

Brok sagte, bei einem Ja zum Austritt aus der EU müsse diese Entscheidung respektiert werden. Die Mitgliedschaft sei dann beendet. Es werde danach lediglich "Scheidungsverhandlungen" geben: Dabei werde es beispielsweise darum gehen, welchen Anteil Großbritannien an den Pensionsverpflichtungen der EU gegenüber ihren Beamten tragen müsse.

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