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Rücktritt von Nigel Farage löst Welle der Kritik aus - nur die AfD jubelt

"Beschämend"  

Farage-Rücktritt löst Welle der Kritik aus

05.07.2016, 09:48 Uhr | vb, t-online.de, dpa

Rücktritt von Nigel Farage löst Welle der Kritik aus - nur die AfD jubelt. Kaum erfolgreich, schon weg: Ukip-Chef Nigel Farage. (Quelle: dpa)

Kaum erfolgreich, schon weg: Ukip-Chef Nigel Farage. (Quelle: dpa)

Vor wenigen Wochen warb er noch energisch für den Brexit, nun ist nach Boris Johnson auch Ukip-Chef Nigel Farage zurückgetreten. Deutsche Politiker reagieren mit deutlichen Worten auf die Amtsniederlegung - außer einer Partei.

Die heftigste Kritik kam von den Grünen: Cem Özdemir twitterte "Und Farage so: 'Ich bin dann mal weg.' - Wer sich auf Populisten verlässt, ist verlassen." Sein Parteikollege Jürgen Trittin äußerte sich gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung" ähnlich scharf: "Mit Farage drückt sich bereits der zweite Brexit-Brandstifter vor den anstehenden Aufräumarbeiten", so Trittin.

"Wenn das Haus brennt, machen sich die Populisten vom Acker"

Die SPD bezeichnete den Rücktritt von Farage via Twitter als "Beschämend". Der Politiker ziehe sich aus dem Schlamassel, sagte auch Christine Lambrecht, erste parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion. "Erst lügen und hetzen, dann das Chaos anrichten und jetzt weglaufen", so SPD-Fraktionsvize Axle Schäfer zur dpa.

Die SPD-Generalsekretärin Katarina Barley fand ebenfalls klare Worte: "Der Brexit hat gezeigt, was passiert, wenn man Europa in die Hände von Zauberlehrlingen fallen lässt, die verantwortungslos herumzündeln", sagte Barley in Berlin. "Und wenn dann das europäische Haus brennt, dann machen sich die Populisten vom Acker."

Manfred Weber, stellvertretender Parteivorsitzender der CSU, nannte Farage bei Twitter "Coward", übersetzt "Feigling".

AfD jubelt

Zustimmung bekam Farage lediglich von AfD-Frau Beatrix von Storch: Sie würdigte via Twitter sein Lebenswerk und sagte, Europa sei ihm zu Dank verpflichtet.

Farage war trotz erfolgreichen Brexit-Votum zurückgetreten, da er nach eigenen Angaben sein Leben wieder wolle. Damit geht binnen weniger Tage der zweite Kopf der Austritts-Befürworter in Großbritannien.



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