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Brexit: Angela Merkel fordert zügige Entscheidung von Theresa May

Brexit-Verhandlungen  

Merkel fordert schnelle Entscheidung von May

13.07.2016, 10:07 Uhr | dpa, rtr

Brexit: Angela Merkel fordert zügige Entscheidung von Theresa May. Die designierte Cameron-Nachfolgerin Theresa May und Bundeskanzlerin Angela Merkel. (Quelle: dpa)

Die designierte Cameron-Nachfolgerin Theresa May und Bundeskanzlerin Angela Merkel. (Quelle: dpa)

Noch ist Theresa May nicht im Amt, doch schon jetzt wächst der Druck auf die zukünftige Premierministerin von Großbritannien. Dafür sorgt auch Angela Merkel: Die Kanzlerin hat eine baldige Positionierung der neuen britischen Regierung für den angestrebten EU-Austritt gefordert.

Aufgabe der neuen Regierungschefin werde es sein, "dann auch einmal Klarheit zu gewinnen über die Frage, welches Verhältnis Großbritannien in Zukunft zur Europäischen Union aufbauen möchte", sagte Merkel. Wann Großbritannien schließlich den EU-Austritt beantrage, liege natürlich in den Händen der Regierung in London.

Hoffen auf "kurze Wartezeit"

Unterstützung erhielt Merkel vom irischen Ministerpräsidenten Enda Kenny, mit dem sich die Bundeskanzlerin in Berlin getroffen hatte. "Wir hoffen, dass die Wartezeit eine relativ kurze sein wird", sagte Kenny. May müsse aber Gelegenheit haben, die Lage einzuschätzen und eine Strategie festzulegen. 

Merkel und Kenny bekräftigten, dass Verhandlungen erst nach dem offiziellen Antrag beginnen könnten. Der irische Regierungschef hob die wirtschaftlichen Verflechtungen und das Interesse an einer offenen Grenze zu Nordirland hervor. Für den Zugang zum europäischen Binnenmarkt werde das Vereinigte Königreich aber auf jeden Fall einen Preis zahlen. Zugleich versicherte Kenny, Irland werde Mitglied der EU und des Euro bleiben.

"Wir werden das machen, wenn wir dazu bereit sind"

Trotz der Forderungen nach einem zügigen Beginn der Brexit-Verhandlungen will sich Großbritannien nicht drängen lassen. "Wir werden das machen, wenn wir dazu bereit sind", erklärte Chris Grayling, Kabinettsmitglied und enger Vertrauter Mays.

"Das Wichtigste ist jetzt, dass wir das tun, was in unserem nationalen Interesse liegt", so Grayling gegenüber dem Fernsehsender Sky News. Zunächst müsse entschieden werden, über welche Art Beziehungen zur EU die neue britische Regierung verhandeln wolle. Dann könne nach Artikel 50 des EU-Vertrages die Trennung beantragt werden. Mit der Aktivierung dieses Artikels beginnt eine zweijährige Frist, innerhalb derer die Trennung abgeschlossen werden sollte.

Die britische Innenministerin May war am Montag überraschend als einzige Bewerberin um die Nachfolge von Premierminister David Cameron übrig geblieben. Sie soll dessen Posten am Mittwoch übernehmen. Cameron hatte den Führungswechsel ursprünglich erst für September angekündigt.

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