Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > Europäische Union >

Nukleare Abschreckung: Großbritannien erneuert seine Atom-U-Boot-Flotte

"Die nukleare Bedrohung ist nicht vorbei"  

Großbritannien erneuert seine nukleare U-Boot-Flotte

19.07.2016, 13:32 Uhr | AP, dpa

Nukleare Abschreckung: Großbritannien erneuert seine Atom-U-Boot-Flotte. Ein U-Boot der British Royal Navy. (Quelle: dpa)

Ein U-Boot der British Royal Navy. (Quelle: dpa)

Großbritannien setzt weiterhin auf nukleare Abschreckung. Das Unterhaus bewilligte die Erneuerung der veralteten nuklearen U-Boot-Flotte. Der Austausch wird voraussichtlich bis zu 41 Milliarden Pfund (rund 49 Milliarden Euro) kosten.

Nach einer stundenlangen Debatte im Parlament stimmten am 472 Abgeordnete für Rüstungsprogramm. 117 Abgeordnete votierten dagegen. Die Abstimmung offenbarte erneut den Riss, der durch die britische Labour-Partei geht. Während sich Labour-Chef Jeremy Corbyn gegen eine Erneuerung der U-Boot-Flotte aussprach, stimmte die Mehrheit seiner Fraktion für das Rüstungsprogramm.

"Die nukleare Bedrohung ist nicht vorbei"

Die konservative Premierministerin Theresa May sagte bei der Parlamentsdebatte in London, die atomare Abschreckung sei "zentraler Teil der nationalen Sicherheit und Verteidigung" Großbritanniens. Gegnern der atomaren Bewaffnung warf sie vor, "die Feinde des Landes" zu verteidigen. Auf die Frage eines Oppositionspolitikers, ob sie denn einen Nuklearschlag anordnen würde, antwortete sie ohne Zögern mit "Ja." "Die nukleare Bedrohung ist nicht vorbei, wenn überhaupt, hat sie sich erhöht", sagte sie mit Blick auf Russland

Labour-Chef Jeremy Corbyn forderte dagegen die Abrüstung des britischen Atomwaffenarsenals und bezeichnete nukleare Abschreckung als "Drohung mit Massenmord" - zum Unmut vieler seiner Fraktionskollegen.

Je ein Schiff befindet sich ständig auf hoher See

Die britische U-Boot-Flotte zur nuklearen Abschreckung besteht aus vier U-Booten der Vanguard-Klasse. Jeweils eines der Schiffe befindet sich seit 1969 ständig auf hoher See. Im Falle eines atomaren Angriffs auf das Vereinigte Königreich stünden die mit nuklearen Sprengköpfen bestückten Raketen für einen Vergeltungsschlag zur Verfügung. Die Schiffe sollen nun im Laufe der nächsten 20 Jahre durch Nachfolgermodelle ersetzt werden.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Letzte Chance auf Schnäppchen im Sale!
bei MADELEINE
Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal