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Frontex plant Stresstest für die EU-Grenzen: Schutz für den Krisenfall

Wo liegen die Schwachstellen?  

Frontex plant Stresstest für die EU-Grenzen

28.08.2016, 13:28 Uhr | AFP , dpa

Frontex plant Stresstest für die EU-Grenzen: Schutz für den Krisenfall . Ein Bundespolizist auf einem Frontex-Einsatz - er schützt die EU-Grenze auf Samos. (Quelle: dpa)

Ein Bundespolizist auf einem Frontex-Einsatz - er schützt die EU-Grenze auf Samos. (Quelle: dpa)

Die EU-Grenzschützer Frontex möchten im Herbst die europäischen Grenzen einem Stresstest unterziehen, um die Schwächen bei illegaler Einwanderung aufzudecken. "Wir wollen schauen, wie Mitgliedsstaaten darauf vorbereitet sind, mit einem Krisenfall an der EU-Außengrenze umzugehen", sagte Frontex-Chef Fabrice Leggeri der "Welt am Sonntag".

Um Schwachstellen zu finden soll die Analyse im Oktober in einigen EU-Staaten vorgenommen werden - darunter Deutschland und Griechenland.

Prüfung auch in Deutschland

Vorbild sind die Banken-Stresstests, die die Europäische Zentralbank (EZB) seit der Finanzkrise vornimmt. Bei der Frontex-Analyse könnten Szenarien an den See-, Land- und Luftgrenzen durchgespielt werden. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums bestätigte die Pläne.

Die Schwachstellenanalyse ist laut "Welt am Sonntag" Teil einer neuen Frontex-Verordnung, die in wenigen Wochen in Kraft treten soll. Sie sehe zudem vor, dass die EU-Staaten künftig 1500 Beamte bereitstellen müssen, die innerhalb weniger Tage durch Frontex eingesetzt werden können. Frontex-Chef Leggeri setzt sich neben einem besseren Grenzschutz dafür ein, mehr legale Wege nach Europa zu schaffen, um damit den Druck auf die Außengrenze zu reduzieren.

Weniger Migranten - mehr über Ägypten

Aktuell kommen die meisten Migranten über das Mittelmeer nach Europa. Wie die Internationale Organisation für Migration (IOM) auf Anfrage der "WamS" mitteilte, wurden in diesem Jahr in Griechenland bislang rund 162.000 und in Italien 105.000 Migranten gezählt.

Die Zahl der Flüchtlinge in der Ägäis ist nach dem Schließen der Balkanroute und dem Start des EU-Türkei-Abkommens allerdings deutlich zurückgegangen. Die IOM beobachtet, dass Migranten immer häufiger aus Ägypten kommen. Die Zahl im ersten Halbjahr 2016 ist bereits doppelt so hoch wie die Gesamtzahl 2015.

Frontex ist für den Schutz der EU-Außengrenzen zuständig und unterstützt die EU-Staaten bei dieser Aufgabe. Zu diesem Zweck dirigiert die Agentur mit Sitz in Warschau nationale Einsatzkräfte bei der Überwachung der Außengrenzen.

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