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Sacharow-Preis geht an zwei Jesidinnen

Menschenrechte  

Sacharow-Preis geht an zwei Jesidinnen

27.10.2016, 12:38 Uhr | dpa, AFP

Sacharow-Preis geht an zwei Jesidinnen. Die Menschenrechtsaktivistin Nadia Murad Anfang Oktober im Europarat in Straßburg, wo sie bereits mit dem Vaclav-Havel-Preis ausgezeichnet wurde. (Quelle: dpa)

Die Menschenrechtsaktivistin Nadia Murad Anfang Oktober im Europarat in Straßburg, wo sie bereits mit dem Vaclav-Havel-Preis ausgezeichnet wurde. (Quelle: dpa)

Die beiden Jesidinnen Nadia Murad und Lamija Adschi Baschar werden vom EU-Parlament mit dem renommierten Sacharow-Preis für Menschenrechte ausgezeichnet. Das teilten Fraktionsführer vor der offiziellen Bekanntgabe in der Plenarsitzung in Straßburg mit.

Der Liberale Guy Verhofstadt schrieb im Kurznachrichtendienst Twitter: Die "mutigen jesidischen Frauen, die aus der Gefangenschaft des Daesh geflohen sind (...) gewinnen den Sacharow-Preis." Daesh ist eine andere Bezeichnung für die Terrororganisation Islamischer Staat (IS).

 

Aktiv im Kampf gegen Versklavung

Die beiden irakischen Frauen konnten aus der Gefangenschaft des IS entkommen und nach Deutschland fliehen. Sie versuchen jetzt, Verbündete im Kampf gegen die Versklavung ihrer Glaubensschwestern durch den IS zu gewinnen.

Murad, die als UN-Sonderbotschafterin auf das Schicksal der religiösen Minderheit der Jesiden aufmerksam macht, war im August 2014 von IS-Kämpfern verschleppt und wiederholt vergewaltigt worden, bis ihr drei Monate später die Flucht nach Deutschland gelang.

Sie hatte erst kürzlich auch den Vaclav-Havel-Preis des Europarates erhalten. Die Menschenrechtsaktivistin trage mit ihrem Engagement dazu bei, eine bessere Welt zu schaffen, hieß es damals zur Begründung.

Mit dem Sacharow-Preis ehrt das Europaparlament seit 1988 Menschen oder Organisationen, die sich für Menschenrechte und Grundfreiheiten einsetzen.

Er ist nach dem verstorbenen russischen Dissidenten und Physiker Andrej Sacharow benannt und mit 50.000 Euro dotiert. Verliehen wird der Preis am 14. Dezember.

Im vergangenen Jahr ging die Auszeichnung an den saudischen Blogger Raif Badawi.

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