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Grenzbrücke zu Tadschikistan eingeweiht

Afghanistan  

Grenzbrücke zu Tadschikistan eingeweiht

26.08.2007, 15:41 Uhr | dpa

Die Präsidenten Afghanistans und Tadschikistans haben am Sonntag in der Nähe des Bundeswehrstandortes Kundus eine Grenzbrücke zwischen ihren Ländern eröffnet. Die von den USA finanzierte Brücke über den Fluss Pjandsch werde den Handel in der Region stärken, sagte der afghanische Staatschef Hamid Karsai im Grenzort Nischni Pjandsch.

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Brücke kostete 37 Millionen Dollar
Sein tadschikischer Kollege Emomali Rachmonow widersprach Befürchtungen, von dem neuen Grenzübergang könnten auch Drogen- und Waffenschmuggler profitieren.
Die USA hatten den Bau der 672 Meter langen Brücke mit 37 Millionen US-Dollar finanziert. Der Handel zwischen Tadschikistan und Afghanistan war im ersten Halbjahr 2007 um über 40 Prozent gestiegen. Beide Länder sind kulturell eng miteinander verbunden. Etwa 25 Prozent der afghanischen Bevölkerung sind ethnische Tadschiken. Insgesamt können auf der Route täglich bis zu 1000 Lkw abgefertigt werden.

Jung will mehr Aufgaben übernehmen
Nach dem Willen von Verteidigungsminister Franz Josef Jung soll die Bundeswehr zusätzliche Aufgaben im Norden Afghanistans übernehmen. Die Ausbildung der einheimischen Streitkräfte solle verstärkt werden, sagte ein Ministeriumssprecher. Nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" gehört zur geplanten Zusatzhilfe insbesondere der Aufbau von Militärschulen. Das Magazin "Der Spiegel" berichtet, dass auch Trainer für eine geplante Kampfbrigade in Kabul zur Verfügung gestellt werden sollen.

Union für Aufstockung der Truppen
Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion will sich nach einem Bericht der "Welt am Sonntag" dafür aussprechen, die internationalen Truppen in Afghanistan aufzustocken. Im Entwurf eines Papiers, über das der Fraktionsvorstand im September beraten will, heiße es: "40.000 Soldaten reichen nicht aus, um die Sicherheit flächendeckend zu gewährleisten." Insbesondere im Süden und Osten müssten die Anstrengungen erhöht werden.

Bis zu 3600 Bundeswehrsoldaten im Einsatz
Forderungen nach einer Erhöhung der deutschen Truppenzahl enthalte der Entwurf aber nicht. Derzeit stellt die Bundeswehr für den Afghanistan-Einsatz bis zu 3600 Soldaten zur Verfügung, die vor allem in Kabul und im Norden stationiert sind. Aus anderen NATO-Staaten kam wiederholt die Forderung, auch in den gefährlicheren Süden zu gehen.

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