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Irak-Krieg: Blair beruft sich bei seiner Entscheidung auf Gott

"Am Ende wird es ein Urteil darüber geben"

04.03.2006, 15:15 Uhr | dpa

Bei der Entscheidung, ob sich Großbritannien am Irak-Krieg beteiligt, beruft sich Premierminister Tony Blair auf Gott. Wegen der Frage, ob britische Truppen in den Irak geschickt werden sollten, habe er gebetet, sagte der Labour-Politiker am Samstag im Fernsehsender ITV 1. Das Urteil, ob die Entscheidung richtig oder falsch gewesen sei, werde letztlich auch von Gott gefällt, sagte Blair. Im Unterschied zu US-Präsident George W. Bush hatte es Blair bislang vermieden, seine Politik in einen religiösen Zusammenhang zu stellen.

"Urteil wird von Gott gefällt"
Blair, der der Anglikanischen Kirche angehört, sagte, er habe damals mit seinem Gewissen gerungen. Die einzige Art und Weise, mit einer solchen Entscheidung umzugehen, sei jedoch, sich auf sein Gewissen zu verlassen. "Am Ende wird es ein Urteil darüber geben. Und ich denke, wenn man an solche Dinge glaubt, wird man sich darüber klar, dass es von anderen Leuten gefällt wird." Auf die Nachfrage, was er damit meine, antwortete Blair: "Wenn man an Gott glaubt, dann wird es auch von Gott gefällt."

Kritik von Kriegsgegnern
Das Interview des Fernsehsenders ITV wurde am Samstagmorgen auszugsweise veröffentlicht und sollte später komplett ausgestrahlt werden. Gegner des Einsatzes warfen Blair vor, Gott nachträglich als "Rechtfertigung für eine verfehlte Strategie" zu benutzen. Die Mutter eines getöteten britischen Soldaten, Rose Gentle, sagte: "Ein guter Christ konnte nicht für diesen Krieg sein." Zuvor schon hatte US-Präsident Bush den Irak-Krieg mehrfach in einen religiösen Zusammenhang gestellt.

Massive Verluste in Umfragen
Die große Mehrheit der Briten lehnt den Einsatz im Irak, bei dem bereits mehr als 100 britische Soldaten getötet wurden, inzwischen strikt ab. Auch Blair selbst hat in den Umfragen massiv an Zustimmung verloren. In dem Interview spielte der Premierminister selbst auf diese Tatsache an. Als es um das Jahr 1997 ging, in dem Labour an die Macht kam, sagte er: "Damals haben mich die Leute gemocht."

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