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PKK-Rebellen töten 13 Menschen

Blutiger Anschlag in der Türkei  

PKK-Rebellen töten 13 Menschen

30.09.2007, 19:14 Uhr | AFP

Rebellen der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) haben bei ihrem blutigsten Angriff seit Jahren im Südosten der Türkei 13 Menschen getötet. Nach Angaben des Gouverneurs der Provinz Sirnak, Selahattin Apari, beschossen sie am Samstag in der Nähe des Dorfes Beytüssebab an der Grenze zum Irak einen Kleinbus mit Maschinengewehren. 13 der 15 Insassen starben, darunter auch mehrere sogenannte Dorfwächter. Diese werden von Ankara rekrutiert und ausgerüstet und sollen die Orte in Südost-Anatolien gegen mögliche PKK-Angriffe verteidigen. Am Vortag hatten die Türkei und der Irak ein Abkommen zur Zusammenarbeit im Kampf gegen die PKK unterzeichnet.

"Feiger Angriff"
Zunächst war nach dem Überfall von zwölf Toten die Rede gewesen. Am Sonntag wurde dann die Leiche eines siebenjährigen Jungen gefunden, der ebenfalls erschossen worden war. Die Armee fahnde mit Hochdruck nach den Angreifern, sagte Gouverneur Apari dem türkischen Fernsehsender NTV. Ministerpräsident Recep Tayyib Erdogan sprach vor Journalisten von einem "feigen Angriff, der nicht ungestraft bleiben wird". Die Attacke auf Zivilisten zeige, dass die PKK "im Niedergang" begriffen sei.


Waffenstillstand abgelaufen
Ähnliche Angriffe verübte die PKK vor mehr als zwei Jahrzehnten, als sie ihren Kampf für die Unabhängigkeit der Kurdengebiete im Osten und Südosten der Türkei aufnahm. Seitdem kamen mehr als 37.000 Menschen ums Leben. Die türkische Regierung, die Europäische Union und die USA werten die PKK als terroristische Organisation. Nach Ablauf eines fünfjährigen einseitigen Waffenstillstands verüben die Kurdenrebellen seit Jahresbeginn wieder verstärkt Anschläge und Überfälle.

Einigung mit dem Irak
Die Führung in Ankara geht davon aus, dass tausende PKK-Rebellen im kurdischen Norden des Irak Unterschlupf und Unterstützung finden. Nach mühseligen Verhandlungen einigten sich die beiden Regierungen am Freitag, künftig beim Kampf gegen die PKK stärker zusammenzuarbeiten. Entgegen den türkischen Wünschen erlaubt das Abkommen aber keine grenzüberschreitenden Einsätze der türkischen Armee.

30.09.2007

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