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Gewalt im Irak: Sarkawi greift Sunniten an

Tonband  

Gewalt im Irak: Sarkawi greift Sunniten an

09.01.2006, 19:43 Uhr | dpa

Während die Gewalt im Irak weiter eskaliert, hat der Terroristenanführer Abu Mussab al-Sarkawi die sunnitischen Parteien im Irak wegen ihrer Beteiligung an der Parlamentswahl Mitte Dezember angegriffen. In einem ihm zugeschriebenen Tonband, von dem der arabische Nachrichtensender Al-Dschasira am Montag Ausschnitte sendete, kritisierte er namentlich die sunnitische Islamische Partei.

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Appell Sarkawis an Sunniten
Sarkawi, Anführer der Terrorgruppe Al-Kaida im Zweistromland, rief die sunnitischen Muslime in der ihm zugeschriebenen Tonband-Botschaft auf, sich dem "Heiligen Krieg" anzuschließen. Er erklärte, seine Kämpfer seien trotz der Sicherheitsmaßnahmen durchaus in der Lage gewesen, die Wahl zu behindern.

Angeblich 800 Angriffe auf US-Truppen
Der Terroristenanführer behauptet in dem Tonband zudem, seine Gruppe habe seit dem Sturz des Regimes von Saddam Hussein im April 2003 insgesamt 800 Angriffe gegen die US-Besatzungstruppen durchgeführt. Von Anschlägen auf Zivilisten ist in der Botschaft, dessen Echtheit nicht überprüft werden konnte, nicht die Rede.

Ärger über Al-Kaida-Anschläge
Die arabische Zeitung "Al-Hayat" berichtete am Montag unter Berufung auf "Informanten, die den bewaffneten Gruppen im Irak nahe stehen", nach den Al-Kaida zugeschriebenen Anschlägen auf Polizeirekruten im Westirak und schiitische Pilger in Kerbela habe sich der Graben zwischen einigen lokalen Gruppen und der Al-Kaida-Gruppe von Sarkawi vertieft. Die militanten Iraker lehnten Anschläge auf Zivilisten ab.

14 Tote in Bagdad
Vor dem Innenministerium in Bagdad riss ein Selbstmordattentäter am Montag fünf Polizisten mit in den Tod. Ein Krankenhausarzt teilte mit, 25 weitere Beamte seien verletzt worden, als der Attentäter seinen Sprengstoffgürtel zündete. Der Nachrichtensender Al-Arabija sprach von 14 Toten.

Richter in Kirkuk erschossen
Nach Angaben der Polizei erschossen Unbekannte im nordirakischen Kirkuk einen Richter vor dessen Haus. Der Richter war nach dem Sturz des Saddam-Regimes mehrfach in Terrorprozessen eingesetzt worden. In Kamischli, 55 Kilometer südlich von Bagdad, eröffneten Extremisten aus ihrem Auto das Feuer auf ein Alkoholgeschäft. Sie töteten drei Iraker, die sich in dem Geschäft aufhielten und verletzten zwei weitere Zivilisten.

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