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Außenpolitik: Iran beschließt Allianz mit Nicaragua

Ahmadinedschad in Südamerika  

Nach Venezuela auch Allianz mit Nicaragua

15.01.2007, 09:03 Uhr | dpa

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad ist erfolgreich auf der Suche nach weiteren Verbündeten vor der Haustür des Erzfeindes USA. Nachdem das Treffen mit dem venezolanischen Staatschef und USA-Gegner Hugo Chávez in Caracas am Samstag in eine strategische Allianz beider Länder gemündet war, stand am Sonntag der Staatsbesuch in Nicaragua beim Sandinistenführer Daniel Ortega auf dem Programm. Dieser steht seit vergangener Woche nach 16 Jahren in der Opposition wieder an der Spitze des armen mittelamerikanischen Landes.

Iran und Venezuela Allianz gegen die USA
Daniel Ortega Nach 16 Jahren wieder Präsident

"Gemeinsame Interessen und Feinde"
Ahmadinedschad will die neue nicaraguanische Regierung mit Investitionen und Wirtschaftshilfe unterstützen. Nach einem Gespräch mit dem früheren Revolutionär Ortega sagte der iranische Präsident, beide Länder hätten "gemeinsame Interessen und gemeinsame Feinde". Er und Ortega unterzeichneten am Sonntagabend ein Abkommen über den Beginn der wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern.

Nicaragua ist dankbar
Die Abkommen sehen unter anderem die Hilfe Irans beim Bau von Wasserkraftwerken, Zement- und Autofabriken vor. Außerdem will das seit einigen Tagen von den linken Sandinisten beherrschte Nicaragua mit iranischer Unterstürzung seine Häfen ausbauen und die Landwirtschaft industrialisieren. Ortega bezeichnete die iranische Hilfe als unschätzbar. Sie werde die Probleme des verarmten mittelamerikanischen Landes langfristig lösen.

Weiter geht's nach Ecuador
Ahmadinedschad sagte, die Armut und die Gewalt in der Welt seien die Folge "der schlechten Verwaltung der Mächte und des weltweiten Imperialismus". Nach seinem Besuch reiste der iranische Präsident weiter nach Ecuador. Dort wird er am Montag an der Amtseinführung des linken Präsidenten Rafael Correa teilnehmen.#

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