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Terrorwarnung in London: Identität der Terror-Verdächtigen bekannt

Londoner Anschlagspläne  

Jagd auf fünf weitere Verdächtige

11.08.2006, 09:18 Uhr

Die Identität von 19 Verdächtigen im Zusammenhang mit den vereitelten Terroranschlägen in London ist bekannt. Die britische Regierung ließ ihre Konten sperren. Insgesamt hatte die Polizei 24 mutmaßliche Drahtzieher festgenommen. Nach Informationen der BBC sollen sie Verbindungen zur Terrororganisation Al-Kaida gehabt haben. Die Polizei sucht fieberhaft nach fünf weiteren Verdächtigen.

Festnahmen in London Hinweise aus Pakistan
Explosionen im Jet
Brillen nur ohne Etui
Foto-Serie

Namen veröffentlicht
Unter den fünf noch flüchtigen Verdächtigen ist angeblich auch der Kopf der Gruppe, berichtet der US-Sender ABC. Der 29-jährige mutmaßliche Anführer Matiur Rehman habe einen "spektakulären Anschlag" geplant. Die Bank von England veröffentlichte am Freitagmorgen die Namen von 19 Verdächtigen. Alle Finanzinstitute seien verpflichtet, Guthaben der genannten Personen zu melden und zu blockieren. Die Anweisung stütze sich auf eine UN-Resolution vom 28. September 2001, mit der die Finanzierung des Terrorismus bekämpft werden soll.

Verdächtige aus Einwandererfamilien
Bei den Verdächtigen handele es sich ausschließlich um britische Staatsbürger, von denen viele jedoch aus pakistanischen Einwandererfamilien stammten, berichtet BBC. Die britische Polizei deutete an, dass die mutmaßlichen Terroristen Moslems seien. Die Zeitung "Daily Mirror" berichtete, zwei 21 und 25 Jahre alte Männer sollen erst kürzlich zum Islam übergetreten sein. Sie stammen aus britischen Mittelklasse-Familien.

Festnahmen in Pakistan
Der Anti-Terror-Einsatz in London sei wenige Tage nach Festnahmen in Pakistan erfolgt, berichtete die BBC. Bei den Inhaftierten in Pakistan handelt es sich nach Angaben aus Islamabad um zwei Briten pakistanischer Abstammung. Sie seien "Schlüsselfiguren" der Verschwörung, hieß es. "Sie wussten ganz genau über den Plan Bescheid, die Flugzeuge in die Luft zu jagen." Die Behörden in den USA, Großbritannien und Pakistan hatten eng zusammengearbeitet.

Planungen weit fortgeschritten
Nach Angaben aus Sicherheitskreisen sollte die Anschlagsserie innerhalb der allernächsten Tage stattfinden. Die Planungen seien bereits in der Endphase gewesen. Die Täter hätten "alle benötigten Ressourcen zusammengetragen" und bereits "sehr konkrete Schritte" unternommen, um ihren Plan auszuführen. Wie die britischen Behörden mitteilten, liefen die Ermittlungen schon seit Monaten.

Geheimdienste entschlüsseln Angriffsbefehl
Die Tageszeitung "The Guardian" berichtet unter Berufung auf Regierungskreise, dass nach den Festnahmen in Pakistan von dort der Befehl gekommen sei, die Anschlagsserie jetzt zu starten. Geheimdienste hätten die Botschaft entschlüsselt. Daraufhin hätten sich die Behörden am Mittwochabend kurzfristig entschlossen einzugreifen. Nach anderen Berichten war ursprünglich geplant, die Anschlagsserie erst in einem Monat zu starten - zum fünften Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001.

Flüssigsprengstoff an Bord schmuggeln
Die Terrorgruppe wollte angeblich bis zu zwölf Flugzeuge auf dem Weg von Großbritannien in die USA über dem Atlantik sprengen. Sie habe geplant, Flüssigsprengstoff im Handgepäck an Bord zu schmuggeln. Der Sprengstoff sollte dann mit Hilfe von elektronischen Geräten wie Handys, iPods oder Digitalkameras gezündet werden, hieß es aus Sicherheitskreisen.

"Unvorstellbares Ausmaß"
Wegen der mutmaßlichen Anschlagspläne wurde in Großbritannien am Donnerstag Alarmstufe eins ausgelöst. Der britische Innenminister John Reid sagte, bei einer Umsetzung der Pläne hätte es einen "Verlust an Menschenleben von bislang nicht bekanntem Ausmaß" gegeben. Scotland Yard sprach von Plänen für einen "Massenmord von unvorstellbarem Ausmaß".

Scharfe Kontrollen
Auf dem Londoner Großflughafen Heathrow sowie vielen anderen Airports wurden die Personenkontrollen drastisch verschärft. Die Mitnahme von Handgepäck wurde mancherorts völlig verboten. Erst am Abend normalisierte sich die Lage langsam wieder. Nach Angaben der Lufthansa in Frankfurt sind ab sofort Flüssigkeiten im Handgepäck auf Flügen in die USA verboten. Dazu zählten neben Getränken auch Sonnenmilch, Zahnpasta oder Haargels. Ausnahmen gibt es bei Babynahrung sowie für dringend notwendige Medikamente.

Überblick
Terrorgefahr "Beunruhigendes Bild"
Flughafen Heathrow

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