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Terrorismus: Ist Bin-Ladens Vize Al-Sawahiri tot?

Terror  

Pakistan: Al-Sawahiri ist nicht tot

14.01.2006, 09:12 Uhr | dpa, AFP

Die pakistanischen Behörden haben Berichte angezweifelt, wonach der ranghohe Al-Kaida-Führer Aiman al-Sawahiri möglicherweise bei einem Luftangriff in Pakistan getötet wurde. Es gebe keinerlei Hinweise darauf, dass sich der Stellvertreter des Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden in dem angegriffenen Dorf Damadola in der Region Bajur aufgehalten habe. Das sagte ein pakistanischer Geheimdienstvertreter.#

Aiman al-Sawahiri
Al-Kaida

18 Menschen starben
Bei dem US-Luftangriff waren 18 Menschen getötet worden. Nach Angaben eines ranghohen Vertreters der pakistanischen Sicherheitskräfte handelte es sich bei den Opfern ausschließlich um örtliche Stammesangehörige ohne jeglichen erkennbaren Kontakt zu Terrorgruppen.

Krieg der Zukunft
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US-Medien: Al-Sawahiri möglicherweise tot
US-Fernsehsender hatten zuvor berichtet, bei dem Angriff einer Drohne seien neben mehreren Frauen und Kindern auch fünf ranghohe Mitglieder des Terrornetzwerks Al-Kaida getötet worden, darunter möglicherweise auch Al-Sawahiri.

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"Wir erklärten dem Angreifer den Heiligen Krieg"
Mehrere tausend Pakistaner protestierten am Samstag gegen den US-Luftangriff. Rund 5000 Menschen versammelten sich in einem Stadion bei Khar in der Region Bajur. Die Demonstranten riefen Parolen wie: "Ein Freund der Amerikaner ist ein Verräter" und "Wir erklärten dem Angreifer den Heiligen Krieg".

Politiker spricht von einer "Schande"
Auch Politiker kritisierten das US-Vorgehen: Der Parlamentsabgeordnete Haroon Rasheed von der fundamentalistischen Partei Jamaat-e-Islami sagte, es sei "eine Schande, dass unschuldige Menschen in Pakistan durch ein fremdes Land getötet werden, und dass dieses Land gegenüber dem Staat Pakistan vollkommene Straffreiheit genießt".

21 Millionen Euro Kopfgeld
Die USA haben auf Al-Sawahiri ein Kopfgeld in Höhe von umgerechnet rund 21 Millionen Euro ausgesetzt. Der Ägypter ist die Nummer zwei im Netzwerk der Terror-Organisation Al-Kaida. Washington sieht in dem Arzt den Chefideologen und -strategen von Al-Kaida.

Einer der meistgesuchten Terroristen
Al-Sawahiri war erst in einem vergangene Woche aufgetauchten Video zu sehen gewesen, in dem er Präsident George W. Bush aufrief, seine Niederlage im Irak einzugestehen. Er steht auf der Liste der 18 meistgesuchten Terroristen der US-Bundespolizei FBI an zweiter Stelle hinter Bin Laden. Er wurde in den USA 1998 nach den verheerenden Bombenanschlägen auf die US-Botschaften in Tansania und Kenia angeklagt.

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