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Angeblicher Mörder namentlich genannt

Ermordete russische Journalistin  

Angeblicher Mörder namentlich genannt

29.03.2008, 15:53 Uhr | AFP, dpa

Der angebliche Mörder der Journalistin Anna Politkowskaja wurde von einer Zeitung namentlich enthüllt (Quelle: dpa)Der angebliche Mörder der Journalistin Anna Politkowskaja wurde von einer Zeitung namentlich enthüllt (Quelle: dpa) Eine russische Boulevardzeitung hat den Namen des Mannes enthüllt, der wegen des Mordes an der regierungskritischen Journalistin Anna Politkowskaja gesucht wird. Nach Angaben der Zeitung "Komsomalskaja Prawda" vom Samstag handelt es sich um einen 30-jährigen gebürtigen Tschetschenen namens Rustam Machmudow. Die Boulevardzeitung berief sich auf "inoffizielle Quellen". Die russische Staatsanwaltschaft hatte am Freitag erklärt, sie habe den Täter identifiziert.



Fahndung läuft auf Hochtouren

Nach Angaben von "Komsomalskaja Prawda" befinden sich drei Brüder des Gesuchten im Zusammenhang mit dem Mord in Haft. Die Staatsanwaltschaft hatte am Freitag erklärt, die Fahndung nach dem mutmaßlichen Täter laufe auf Hochtouren. Einzelheiten über den Mann wurden zunächst nicht genannt. Die russische Justiz hat bisher Anklage gegen neun mutmaßliche Tatbeteiligte erhoben. Smirnow hatte berichtet, dass zu dem Mordfall 60 Zeugenaussagen sowie fünf gerichtliche Gutachten vorlägen.

Vor der Wohnung erschossen

Die 48-jährige Politkowskaja war am 7. Oktober 2006 kurz vor ihrer Wohnung erschossen worden. Sie hatte vor allem aus der von Kriegen zerstörten Teilrepublik Tschetschenien über Menschenrechtsverletzungen durch russische und tschetschenische Sicherheitskräfte berichtet. Bei den Recherchen hatte sich die Reporterin nach Angaben ihrer Zeitung - der regierungskritischen "Nowaja Gaseta" - viele Feinde gemacht. Die Ermordung Politkowskajas hatte international Empörung und Spekulationen ausgelöst, die russischen Behörden könnten in den Fall verwickelt sein.

Journalistenverband kritisiert "zögerliches Vorgehen"

Der Chefredakteur der "Nowaja Gaseta", Dmitri Muratow, hatte bestätigt, dass ihm der Name des mutmaßlichen Mörders seit vergangenem Oktober bekannt sei - er nannte ihn aber mit Rücksicht auf die Ermittlungen nicht. Der russische Journalistenverband und Menschenrechtler kritisieren das "zögerliche Vorgehen" der Ermittler bei der Aufklärung des Verbrechens.


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