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Armee und NATO beginnen Großangriff auf Taliban

Afghanistan  

Armee und NATO beginnen Großangriff auf Taliban

18.06.2008, 12:19 Uhr | AFP

Soldaten der afghanischen Armee patrouillieren in Kandahar (Quelle: Reuters)Soldaten der afghanischen Armee patrouillieren in Kandahar (Quelle: Reuters) Die afghanische Armee und die NATO haben eine großangelegten Offensive gegen die aufständischen Taliban im Süden Afghanistans nahe der Stadt Kandahar gestartet. "Heute um acht Uhr morgens hat der Aufräumeinsatz im Bezirk Arghandab begonnen", sagte der Sprecher des afghanischen Verteidigungsministeriums, General Mohammed Sahir Asimi. Die NATO-geführte Internationale Afghanistan-Schutztruppe (ISAF) bestätigte, dass eine Offensive im Gange sei. Kurz vor dem Angriff hatten die Behörden eine Ausgangssperre von 23 Uhr bis 4 Uhr morgens über die Unruheprovinz Kandahar verhängt.

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Taliban kontrollieren mehrere Dörfer

Tausende Soldaten sind nach Angaben Asimis bereits in den Süden Afghanistans gebracht worden. Kabul vermutet im Bezirk Arghandab rund 20 Kilometer nördlich der Stadt Kandahar mehrere hundert Taliban. Die Aufständischen kontrollieren nach eigenen Angaben mehrere verlassene Dörfer in der Region. Taliban-Kämpfer hatten am vergangenen Freitagabend auch das Gefängnis von Kandahar angegriffen und rund tausend Gefangene befreit, darunter nach offiziellen Angaben etwa 400 Taliban. Die Provinz im Süden Afghanistans gehört zu den Hochburgen der radikalislamischen Kämpfer.

Explosion tötet vier Briten

Bereits am Dienstag wurden bei einer Explosion in der südlichen Provinz Helmand vier britische Soldaten getötet. Die Briten seien während eines Einsatzes umgekommen, teilte das Verteidigungsministerium am Mittwoch in London mit. Damit stieg die Zahl der getöteten britischen Soldaten in Afghanistan seit Beginn des Einsatzes im Jahr 2001 auf 106. Die Briten sind im gefährlichen Süden des Landes stationiert. Premierminister Gordon Brown hatte erst zu Beginn der Woche eine Truppenverstärkung in Afghanistan angekündigt. Dann sollen dort mehr als 8000 Briten im Einsatz sein.


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