Sie sind hier: Home > Politik > Ausland >

Kaukasus-Konflikt: Cheney greift Russland an

Krise am Kaukasus  

Cheney greift Russland an

08.09.2008, 11:27 Uhr | dpa

US-Vizepräsident Dick Cheney hat Russland wegen des Georgien-Konflikts mit scharfen Worten angegriffen. Die russischen Truppen hätten eine international anerkannte Grenze überschritten, einen internen Konflikt geschürt, Kriegshandlungen gegen Menschen begangen und Zehntausende in die Flucht getrieben, sagte Cheney am Samstag während einer internationalen Konferenz mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik im italienischen Cernobbio.

"All das richtete sich gegen eine Nation, die ihre Regierung demokratisch gewählt hat und sich nach Westen orientiert hat", fügte Cheney hinzu. Offenbar ziele Moskaus Politik darauf ab, den ehemals von der Sowjetunion dominierten Ländern seinen Willen aufzuzwingen.

Russland EU erhöht Druck
EU-Beschluss Keine Sanktionen gegen Russland
Hintergrund Konfliktherde im Kaukasus
Chronologie Die Krise im Kaukasus

"Dies wird wieder geschehen"

Russland habe seine internationale Verantwortung noch nicht übernommen, sagte Cheney weiter. Vielmehr habe das Land mit der Anerkennung Abchasiens und Südossetiens einen entgegengesetzten Weg eingeschlagen. "Russland muss sich entscheiden. Und wir haben als transatlantische Allianz unsere Verantwortung", sagte Cheney weiter. "Wir wissen, wenn es einem Land erlaubt wird, einseitig die Grenzen neu zu ziehen, dann wird dies geschehen - und wieder geschehen."

Cheney unterstützt Georgiens NATO-Beitritt

Cheney, der zuvor Georgien, Abchasien und die Ukraine besuchte hatte, sicherte Tiflis erneut Unterstützung bei seinem Streben in die NATO zu. Die NATO entscheide selbst, in welchem Tempo und mit welchen Staaten sie ihre Erweiterung fortsetze, betonte der US-Vizepräsident.

Russland lehnt Beitritt ab

Die Staats- und Regierungschefs der NATO hatten Georgien bei ihrem Gipfel in Bukarest im April den formellen Kandidatenstatus zwar verweigert, eine spätere Aufnahme aber in Aussicht gestellt. Die USA befürworten einen schnellen Beitritt Georgiens, während andere Mitgliedstaaten, darunter Deutschland, gegen eine rasche Mitgliedschaft sind. Russland lehnt einen Beitritt Georgiens und der Ukraine vehement ab.


Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal