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Totale Banken-Kontrolle gegen Staatsbankrott

Finanzkrise in Island  

Totale Banken-Kontrolle gegen Staatsbankrott

07.10.2008, 14:28 Uhr | dpa

Die Nationalbank in der isländischen Hauptstadt Reykjavik (Foto: dpa)Die Nationalbank in der isländischen Hauptstadt Reykjavik (Foto: dpa) Islands Regierung hat am Dienstag die komplette Kontrolle über das Bankengewerbe übernommen und will damit auch einen drohenden Staatsbankrott abwenden.

Vor der Verabschiedung des Eilgesetzes in der vergangenen Nacht sagte Ministerpräsident Geir Haarde, Island stehe vor der "reellen Gefahr", so in die globale Finanzkrise hineingezogen zu werden, dass am Ende der Staatsbankrott stehe.

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Aggressive Expansion entscheidende Ursache

Mit den sofort in Kraft getretenen Bestimmungen des Notstandsgesetzes übernimmt die Regierung die totale Kontrolle über die Banken. Haarde kündigte als ersten Schritt den Verkauf von Auslandsaktivitäten der führenden Geldinstitute an. Die extrem aggressive internationale Expansion der drei größten isländischen Banken gilt als entscheidende Ursache für die akute Krise auf der Nordatlantikinsel mit gut 300.000 Einwohnern. Die Regierung kann Banken jetzt umgehend verstaatlichen, zu Fusionen zwingen, Spitzenmanager auswechseln und Grenzen für deren Entlohnung setzen.

Währungskurs um mehr als 70 Prozent gesunken

Die isländische Krone hat seit einer Woche gegenüber dem Euro mehr als ein Viertel ihres Wertes verloren. In den letzten zwölf Monaten ist der Kurs um mehr als 70 Prozent gesunken. Ob nationale staatliche Mittel ausreichen, um den gefährdeten Bankensektor zu stabilisieren, gilt als zweifelhaft. Das Bilanzvolumen der drei führenden Banken ist zehnmal so groß wie das jährliche Bruttoinlandsprodukt. Als möglicher Ausweg werden in Reykjavik Mittel aus den nach internationalen Maßstäben sehr großen Pensionsfonds des Landes angesehen.

Unterdessen sorgte


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