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Wien setzt Che Guevara ein Denkmal

Umstrittene Ehrung  

Wien setzt Che Guevara ein Denkmal

09.10.2008, 22:46 Uhr | dpa

Bürgermeister Michael Häupl (rechts) und Komitee-Vorstand Alfred Kohlbacher enthüllen die Che-Guevara-Büste im Wiener Donaupark (Foto: dpa)Bürgermeister Michael Häupl (rechts) und Komitee-Vorstand Alfred Kohlbacher enthüllen die Che-Guevara-Büste im Wiener Donaupark (Foto: dpa) Als erste Stadt in Europa hat Wien Che Guevara ein umstrittenes Denkmal gesetzt. Im Wiener Donaupark wurde am Donnerstag - pünktlich zum 41. Todestag des kubanischen Revolutionärs - eine Büste des Kommunisten enthüllt. Das Denkmal solle daran erinnern, dass auch Wien dafür sorgen wolle, die Armut zu tilgen, sagte der sozialdemokratische Bürgermeister Michael Häupl.

Ein Komitee, dem unter anderem die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek angehört, hatte seit einem Jahr Spenden gesammelt, um das Denkmal zu realisieren. Die 70 Zentimeter hohe Büste wurde für 28.000 Euro von der Bildhauerin Gerda Fassel gestaltet.



FPÖ: Stadt ehrt Gewalttäter

Die öffentliche Ehrung des Freiheitskämpfers, der 1967 von der bolivianischen Armee erschossen wurde, war jedoch von konservativer und rechter Seite scharf kritisiert worden. Sie seien sehr verwundert, dass der Bürgermeister einen Gewalttäter ehre, der unzählige Menschen auf dem Gewissen habe, teilte die rechte Partei FPÖ mit.

ÖVP: "Vollkommen geschmacklos"

"Meinetwegen kann Häupl gerne in der Che-Guevara-Bettwäsche schlafen. Das fällt in die Kategorie "merkwürdig, aber privat". Öffentliche Gelder für Büsten von Massenmördern auszugeben ist vollkommen geschmacklos", sagte der Landesgeschäftsführer der konservativen ÖVP, Norbert Walter.

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