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Kontrollen an der Schweizer Grenze fallen weg

Beitritt zum Schengen-Abkommen  

Kontrollen an der Schweizer Grenze fallen weg

12.12.2008, 14:29 Uhr | dapd, dpa

Die Schweizer Grenze kann ab sofort auf dem Landweg ohne Personenkontrolle passiert werden. (Foto: Imago)Die Schweizer Grenze kann ab sofort auf dem Landweg ohne Personenkontrolle passiert werden. (Foto: Imago)

Die Einreise in die Schweiz wird von heute um Mitternacht an einfacher. Dann entfallen die systematischen Personenkontrollen, weil die Alpenrepublik der Schengenzone beitritt. Pässe oder Ausweise müssen an den Grenzen der Schweiz zu Deutschland, Frankreich, Österreich und Italien nicht mehr gezeigt werden.

Unverändert bleiben aber die Zollkontrollen und die gesetzlichen Freimengen im Reiseverkehr, denn die Schweiz ist nicht Mitglied der Europäischen Union. Die Personenkontrollen fallen auch vorerst nur auf dem Landweg weg - an den Schweizer Flughäfen gilt bis zum 29. März 2009 eine Übergangsphase.

Grafik Der Schengen-Raum
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Schengenraum gewährt Freizügigkeit

Das Abkommen von Schengen besagt, dass die beigetretenen europäischen Länder untereinander keine Personenkontrollen an den Grenzen mehr durchführen. Dem Schengenraum gehören die meisten EU-Staaten an - Ausnahmen sind Großbritannien, Irland, Rumänien, Bulgarien, Zypern und Liechtenstein. Mitglieder sind außerdem die Nicht-EU-Staaten Norwegen, Island und ab sofort die Schweiz.

Leichter für Reisende

Für Touristen und Geschäftsreisende aus visumspflichtigen Drittstaaten wird das Reisen im Schengen-Raum einfacher, sie brauchen nur noch ein Schengen-Visum, das nun auch für die Schweiz gültig ist. Wer in der Schweiz lebt und nur bestimmte Aufenthaltsgenehmigungen hat, braucht künftig kein Schengen-Visum mehr.

Keine EU-Mitgliedschaft, aber Einzelabkommen

Die Schweizer Bürger haben bisher eine Mitgliedschaft in der EU abgelehnt. In Volksabstimmungen wurde aber verschiedenen bilateralen Verträgen zugestimmt, die unter anderem jeweils die Freizügigkeit beim Wohnen und Arbeiten regeln. 2005 stimmten die Schweizer für den Beitritt zur Schengenzone. Am 27. November beschlossen die Innenminister der 27 EU-Staaten entsprechend die Aufnahme der Schweiz.

Liechtenstein kontrolliert weiter

Trotzdem hat die Schweiz, zumindest vorerst, noch eine 41 Kilometer lange Schengen-Außengrenze: jene zum Fürstentum Liechtenstein. Weil der 160 Quadratkilometer große Kleinstaat mit seinen rund 35.000 Einwohnern nicht wie geplant zeitgleich mit der Schweiz Schengen beitritt, sondern voraussichtlich erst Ende 2009, müssen hier wieder Grenzkontrollen eingeführt werden. Zwar akzeptierte die EU den Verzicht auf Schlagbäume und Zollhäuschen, sechs Videokameras mussten aber installiert werden.

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