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Bin Laden zitiert aus Regierungserklärung Steinbrücks

Neue Botschaft des Al-Kaida-Chefs  

Bin Laden zitiert aus Regierungserklärung Steinbrücks

15.01.2009, 11:39 Uhr | AFP, dpa, dapd

Bin Laden veröffentlicht neue Botschaft (Foto: dpa)Bin Laden veröffentlicht neue Botschaft (Foto: dpa)

Terroristenanführer Osama bin Laden hat sich nach einer längeren Pause wieder zu Wort gemeldet. In einer Audiobotschaft äußerte er sich unter anderem zum Konflikt in Nahost und zur Finanzkrise. Dabei zitierte er auch den deutschen Finanzminister Peer Steinbrück.

In der Botschaft drückte Bin Laden seine Freude über die globale Finanzkrise aus. Diese Krise habe die USA jetzt schon stark geschwächt. Bin Laden zitierte, um dieses Argument zu untermauern, unter anderem Bundesfinanzminister Peer Steinbrück: Der SPD-Politiker hatte in einer Regierungserklärung Ende September gesagt, die Bankenkrise sei ein Erdbeben, in dessen Folge die USA ihren Status als "Supermacht des Weltfinanzsystems" verlieren würden.

Meuterei im Haus des Terrors Al-Kaida 20 Jahre nach der Gründung

Kämpfen oder spenden

Hauptsächlich befasste sich Bin Laden in der Botschaft mit dem Krieg im Gazastreifen. Er rief Muslime in aller Welt zu einem Dschihad gegen Israel auf. "Der einzige Weg zur Befreiung der Al-Aksa-Moschee und Palästinas ist der Heilige Krieg", sagte der Chef des Terrornetzes Al-Kaida. Alle Gipfeltreffen und Außenministerkonferenzen der arabischen Staaten zur Lage im Gazastreifen seien sinnlos. Statt dessen sollten sich Muslime dem Kampf entweder direkt anschließen oder diesen zumindest finanziell unterstützen.

"Schreckliches Massaker"

An die Adresse der Palästinenser im Gazastreifen sagte Bin Laden: "Wir fühlen mit Euch, denn die gleichen Flugzeuge, mit denen ihr angegriffen werden, werden auch gegen uns eingesetzt. Wir verknüpfen unser Schicksal mit dem euren." Es handele sich um ein "schreckliches Massaker", dass Israel bewusst noch in der Amtszeit von US-Präsident George W. Bush begonnen habe.

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Al-Kaida will neue Fronten eröffnen

In der Botschaft, die ihrem Inhalt nach maximal vier Tage alt sein kann, heißt es auch, Al-Kaida wolle in ihrem Kampf gegen die "Ungläubigen" weitere Fronten eröffnen. Die Muslime sollten auch den Kampf der "Gotteskrieger" in Somalia, in den Maghreb-Staaten und in der pakistanischen Provinz Waziristan unterstützen.

Echtheit nicht bestätigt

Die Erklärung wurde am Mittwoch auf einer Website militanter Islamisten veröffentlicht, auf der regelmäßig Botschaften von Bin Ladens Terrornetzwerk Al-Kaida erscheinen. Es waren die ersten Äußerungen des untergetauchten Al-Kaida-Chefs seit Mai. Die Echtheit der Botschaft konnte zunächst nicht von unabhängiger Seite bestätigt werden. Die Stimme ähnelte aber derjenigen in früheren Botschaften Bin Ladens.

USA sieht Bin Laden isoliert

Das US-Außenministerium wertete die vermeintliche Bin-Laden-Botschaft als Zeichen der Isolation. "Es scheint, dass er nun auf jeden einschlägt, das scheint nur ein Zeichen seiner Isolation zu sein", sagte der Sprecher der Außenministeriums, Sean McCormack. Ein Geheimdienstmitarbeiter wies darauf hin, dass sich die USA nicht mehr offiziell zu der Authentizität solcher Botschaften des Al-Kaida-Chefs äußerten: "Solch eine Propaganda verdient es nicht, interpretiert oder analysiert zu werden."

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