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Ein Drittel der Bomber-Flotte angeblich schrottreif

Russland  

Ein Drittel der Bomber-Flotte angeblich schrottreif

10.02.2009, 08:36 Uhr | dapd, dpa

Russische Flugzeuge vom Typ MiG-29: Viele sind schrottreif (Foto: dpa)Russische Flugzeuge vom Typ MiG-29: Viele sind schrottreif (Foto: dpa)

Große Teile der russischen Kampfjet-Flotte taugen offenbar nur noch für den Schrott. Das Verteidigungsministerium habe erstmals zugegeben, dass vom wichtigsten Bomber-Typ MiG-29 etwa 200 noch zu Sowjetzeiten hergestellte Maschinen nicht mehr einsatzfähig seien, berichtete die Tageszeitung "Kommersant".



Zuletzt war im vergangenen Dezember eine MiG-29 in Sibirien abgestürzt, weil Rost tragende Teile zerfressen hatte. Wegen dieses Unglücks bleiben sämtliche Kampfflugzeuge dieses Typs vorerst am Boden. Man wolle zunächst das Ergebnis einer internen Untersuchung abwarten, erklärte Luftwaffensprecher Oberst Wladimir Drik.

Foto-Serie Der unsichtbare Bomber



Rückgrat der Luftwaffe

Bei dem Absturz am 5. Dezember, bei dem der Pilot ums Leben kam, war ein Teil des Heckruders der Maschine abgerissen. Im Oktober war in der gleichen Region schon einmal eine Maschine dieses Typs abgestürzt. Die MiG-29 bildet seit den 80er Jahren das Rückgrat der früheren sowjetischen und jetzigen russischen Luftwaffe. Wie viele Flugzeuge dieses Typs zurzeit im Einsatz sind, teilte Drik nicht mit.

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Reparaturen zu teuer

Fast alle MiG-29 stammten aus den 80er Jahren und sind damit stark veraltet. Sie zeigten große Verschleißerscheinungen, doch Reparaturen wären mittlerweile viel zu kostspielig. Luftwaffensprecher Drik äußerte sich nicht dazu, ob ein Austausch der Flugzeuge erwogen werde. Vor einer Entscheidung über künftige Schritte müsse zunächst das Gutachten zur MiG-29-Flotte abgewartet werden.

Streitkräfte in schlechtem Zustand

Ungeachtet groß angekündigter Modernisierungsprojekte sind die russischen Streitkräfte weiterhin in einem sehr schlechten Zustand. Auch viele Panzer und Kriegsschiffe sind nicht mehr einsatzfähig.

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