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Ahmadinedschad gewinnt deutlich

Präsidentenwahl im Iran  

Ahmadinedschad gewinnt deutlich

16.06.2009, 08:56 Uhr | dpa, AFP

Siegesbewusst: Irans alter und neuer Präsident Ahmadinedschad (Foto: AP)Siegesbewusst: Irans alter und neuer Präsident Ahmadinedschad (Foto: AP)

Der iranische Staatschef Mahmud Ahmadinedschad hat die Präsidentenwahl im Iran nach offiziellen Angaben klar gewonnen. Der Amtsinhaber habe gut 62 Prozent der Stimmen erhalten, verkündete Innenminister Sadegh Mahsuli. Im Vorfeld hatte allerdings Herausforderer Mir Hossein Mussawi bereits erklärt, dass er das Ergebnis nicht anerkennen werde.


Laut der Ministeriumsangaben stimmten bei der Wahl am Freitag mehr als 18 Millionen Iraner für ihren bisherigen Präsidenten. Etwas mehr als 36 Millionen Stimmen seien landesweit abgegeben worden. Die Wahlbeteiligung gab der Wächterrat mit der Rekordquote von 82 Prozent an.

Nach der Wahl Polizeigewalt gegen Reformer

Animierte Grafik Wahl im Iran

33,75 Prozent für Mussawi

Auf den führenden Oppositionskandidaten Mussawi entfielen nur 33,75 Prozent. Der Gegenkandidat will den Sieg des Amtsinhabers Ahmadinedschad nicht anerkennen. Er werde sich der "gefährlichen Inszenierung" eines Ahmadinedschad-Siegs beim ersten Wahlgang nicht beugen, erklärte Mussawi in Teheran.

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Protest gegen Unregelmäßigkeiten

Zugleich protestierte der gemäßigte Konservative, der von Teilen des Reformlagers unterstützt wurde, "scharf gegen zahlreiche und sichtbare Unregelmäßigkeiten" bei dem Urnengang. Es sei seine "religiöse und nationale Pflicht, die Geheimnisse dieses gefährlichen Prozesses aufzudecken und ihre zerstörerischen Auswirkungen auf das Schicksal des Landes zu erläutern", fügte Mussawi hinzu.

Zweite Amtszeit für Ahmadinedschad

Die Wiederwahl bedeutet für Ahmadinedschad die zweite Amtszeit. Vor allem in Europa, den USA und Israel war die Wahl mit großer Aufmerksamkeit verfolgt worden. Die internationale Gemeinschaft verdächtigt die Islamische Republik seit langem, heimlich am Bau der Atombombe zu arbeiten. Der Westen hat deswegen mehrfach Sanktionen gegen den Iran durchgesetzt.

Obama hofft auf Dialog

US-Präsident Barack Obama, der im Vorfeld keinen der Kandidaten öffentlich unterstützt hatte, betonte, dass die Entscheidung der Wahl den Iranern gehöre. Es könne jedoch "ebenso wie im Libanon" passieren, dass die Menschen "neue Möglichkeiten in Betracht ziehen". Dort hatte das pro-westliche Lager die jüngsten Parlamentswahlen gewonnen, die israelfeindliche Hisbollah hatte verloren. "Wer auch immer am Ende die Wahl gewinnt, die Tatsache, dass es dort eine lebhafte Debatte gab, wird uns helfen, neue Wege im gemeinsamen Dialog einzuschlagen", sagte Obama.


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