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Ermittler: Terrorverdächtige waren keine Gefahr

Ermittler: Terrorverdächtige waren keine Gefahr

31.08.2010, 13:39 Uhr | dapd, dpa, AFP

Ermittler: Terrorverdächtige waren keine Gefahr. Terrorismus: Auf dem Flughafen in Amsterdam wurden zwei Passagiere festgenommen (Foto: dpa)

Auf dem Flughafen in Amsterdam wurden zwei Passagiere festgenommen (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Auf dem Flughafen von Amsterdam sind zwei arabische Passagiere aus den USA auf Wunsch der US-Behörden unter Terrorverdacht festgenommen worden. Von den vermutlich aus dem Jemen stammenden Männern sei aber keine Gefahr für das Flugzeug ausgegangen, mit dem sie aus Chicago anreisten, sagte nun eine Sprecherin der niederländischen Behörde für Terrorismusbekämpfung (NCTB).

Dennoch werde die Sache sehr ernst genommen. Die Ermittler bräuchten allerdings für eine klare Einschätzung noch weitere Informationen ihrer amerikanischen Kollegen.

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Nach US-Medienangaben besteht der Verdacht, dass die Männer Möglichkeiten für spätere Terroranschläge auf Flugzeuge erkundet haben. Einer von ihnen habe zuvor bei einem Inlandsflug in den USA einen Koffer mit verdächtigen Gegenstände aufgegeben - darunter Messer sowie mehrere mit Packband zusammengeklebte Mobiltelefone und Uhren. Zudem habe er 7000 Dollar in bar bei sich gehabt.

"Ein Probelauf" für einen Anschlag?

Auf dem Flug mit United Airlines von Chicago nach Amsterdam hätten die Verdächtigen jedoch keine verbotenen Gegenstände bei sich oder in ihrem Gepäck gehabt, sagte die NCTB-Sprecherin. Der Festnahme hätten sie sich nicht widersetzt. Sie wurden am Dienstag zunächst weiter vernommen.

US-Ermittler waren nach Angaben des TV-Senders ABC zu der Einschätzung gekommen, dass die Gegenstände im Koffer eines der Männer Bombenattrappen seien. "Es ist fast sicher, dass das ein Probelauf, ein Test war", sagte ein ranghoher US-Fahnder.

Verdächtiger Koffer ausgeladen

Nach ABC-Angaben war der eine Passagier den Sicherheitsbeamten zuvor beim Einchecken in Birmingham im US-Bundesstaat Alabama wegen seiner ungewöhnlich "ausgebeulten Kleidung" aufgefallen. Bei seiner Kontrolle entdeckten sie bei ihm 7000 Dollar Bargeld und in seinem Gepäck ein Teppichmesser, ein Handy, das an einer Flasche mit einem Medikament gegen Übelkeit befestigt war, drei weitere miteinander verbundene Handys sowie mehrere ebenfalls miteinander verschnürte Uhren. Da ihr Mitführen nicht verboten war und kein Sprengstoff aufgespürt wurde, durfte Al Soofi nach Chicago weiterfliegen.

Der Mann habe das Gepäckstück später für einen Flug von Chicago nach Washington mit Anschluss nach Jemen aufgegeben. Er sei dann aber nicht in diese Maschine gestiegen, sondern habe zusammen mit dem anderen Mann den Direktflug von Chicago nach Amsterdam genommen. Der verdächtige Koffer wurde aus der anderen Maschine ausgeladen, ehe diese starten durfte.

Ein Mann, der sich als Cousin des einen Passagiers ausgab, sagte der "New York Times", der Inhalt des Gepäcks sei nicht ungewöhnlich: Er vermute, Al Soofi habe seinen Angehörigen oder Freunden zu Hause Handys und Medizin mitbringen wollen und die Mitbringsel für den jeweiligen Adressaten zusammengeschnürt - "wie das bei uns Sitte ist".

Derweil kündigte die niederländische Staatsanwaltschaft für den Nachmittag eine Pressekonferenz an.

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