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Deutsche Botschaft in Athen erhielt Paketbombe

Deutsche Botschaft in Athen erhielt Paketbombe

02.11.2010, 19:14 Uhr | AFP

Deutsche Botschaft in Athen erhielt Paketbombe. Die Polizei in Athen hat erneut Paketbomben gefunden, die an ausländische Botschaften geschickt wurden (Foto: Reuters)

Die Polizei in Athen hat erneut Paketbomben gefunden, die an ausländische Botschaften geschickt wurden (Foto: Reuters)

In der griechischen Hauptstadt Athen haben Unbekannte erneut Paketbomben an ausländische Botschaften geschickt. Eines der insgesamt fünf entdeckten Pakete war an die deutsche Vertretung gerichtet, teilten die griechische Polizei und das Auswärtige Amt in Berlin mit. Durch die Sprengsätze kam niemand zu Schaden, die Polizei geht von einem linksextremistischen Hintergrund aus.

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Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte, bei der Botschaft in Athen sei ein verdächtiges, als Büchersendung deklariertes Paket eingegangen. Bei der Überprüfung habe ein Metalldetektor angeschlagen; dann sei das an den Botschafter adressierte Paket an den Kurierdienst zurückgegeben worden. Dort wurde das Paket entschärft. "Wir gehen in keiner Weise davon aus, dass sich diese Aktion speziell gegen Deutschland gerichtet hat", sagte der Sprecher.

Sicherheitsvorkehrungen verschärft

Vor den Botschaften der Schweiz und Russlands gingen zwei Pakete in Flammen auf, die die Mitarbeiter zuvor bereits als verdächtig eingestuft hatten. Verletzt wurde niemand. Die übrigen zwei Paketbomben, die an die Botschaften Bulgariens und Chiles gerichtet waren, wurden von Sprengstoffexperten der griechischen Polizei entschärft. Die Behörden erhöhten die Sicherheitsvorkehrungen für die Botschaften in Athen.

Bereits am Montag waren in Athen mehrere Paketbomben gefunden worden. Eine an Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy adressierte Sendung wurde bei zwei festgenommenen Verdächtigen abgefangen, die der linksanarchistischen Szene in Griechenland zugerechnet werden. Weitere Pakete waren an die Botschaften Mexikos, Belgiens und der Niederlande gerichtet. Bei der Explosion eines der Pakete in einer Filiale eines Kurierdienstes wurde eine Angestellte leicht an der Hand verletzt.

Stecken Anarchisten dahinter?

Ermittlerkreisen zufolge wurden alle neun Pakete am Montag abgeschickt. Demnach könnten die am Dienstag entdeckten Pakete von Komplizen der beiden am Vortag festgenommenen Männer abgeschickt worden sein. Einer der beiden Männer gilt als Mitglied der anarchistischen Gruppe "Verschwörung der Zellen des Feuers", die sich seit ihrem Auftauchen 2008 zu mehreren Sprengstoffanschläge bekannt hat.

Ein Polizeisprecher sagte, es sei wahrscheinlich, dass alle Paketbomben von der gleichen Gruppe stammten. Diese gehöre vermutlich dem "antiautoritären" Spektrum in Griechenland an. Die Ermittlungen würden sich aber nicht nur auf die Gruppe "Verschwörung der Zellen des Feuers" beschränken. Immer wieder werden in Griechenland Sprengstoffanschläge verübt, die sich meist gegen Regierungs- oder Polizeieinrichtungen richten und in der Regel linksextremen Gruppen zugeordnet werden.

Wegen des strikten Sparkurses der Regierung ist die Lage in Griechenland derzeit sehr angespannt. Am kommenden Wochenende finden in Griechenland Kommunalwahlen statt.

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