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Terror in Moskau: Täter war 20-Jähriger aus dem Nordkaukasus

Ermittler: Attentäter kam aus dem Nordkaukasus

02.02.2011, 09:18 Uhr | dpa, dapd, AFP

Terror in Moskau: Täter war 20-Jähriger aus dem Nordkaukasus. Russland: Bei dem Selbstmordanschlag im Moskauer Flughafen starben 35 Menschen (Foto: AP)

Bei dem Selbstmordanschlag im Moskauer Flughafen starben 35 Menschen (Foto: AP)

Der Anschlag im Moskauer Flughafen Domodedowo geht nach Erkenntnissen der Ermittler auf das Konto eines 20-jährigen Selbstmordattentäters aus dem Nordkaukasus. Der Mann habe so viele Ausländer wie möglich töten wollen, teilten die Ermittler in Moskau mit. Es sei kein Zufall gewesen, dass er sich in der Ankunftshalle für internationale Flüge in die Luft gesprengt habe.

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Die Drahtzieher und Mittäter würden noch gesucht, hieß es. Unter den Todesopfern sind nach Angaben des russischen Katastrophenschutzministeriums mindestens acht Ausländer, unter ihnen auch ein Deutscher. Weitere Details zur Identität des Attentäters wollten die Beamten wegen der noch laufenden Ermittlungen zu Hintermännern und Komplizen bislang nicht nennen.

"Übliche" Vorgehensweise

Die Ermittler hatten bereits kurze Zeit nach dem Anschlag eine kaukasische Spur vermutet, weil das Anschlagsmuster der "üblichen" Vorgehensweise von Attentätern "aus dem Nordkaukasus" entspreche, wie es hieß. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion waren in der Region zahlreiche, zuvor unterdrückte ethnische und religiöse Konflikte entbrannt, die bis heute nicht gelöst wurden.

Nach einem Bericht der Zeitung "Kommersant" vom Samstag wurde die Bombe am Gürtel des Selbstmordattentäters über einen Fernzünder in die Luft gesprengt. Der Attentäter wurde von der Wucht des Sprengsatzes zerrissen. Bei dem Bombenanschlag waren am Montag 35 Menschen getötet und rund 180 verletzt worden. Bei dem getöteten Deutschen handelte es sich um einen 34 Jahre alten Mann aus Köln, der sich auf einer Geschäftsreise befand.

Putin soll Sicherheitssystem ausarbeiten

Russlands Staatschef Dmitri Medwedew hatte das Flughafenmanagement wegen ungenügender Sicherheitsvorkehrungen scharf kritisiert. Er wies Regierungschef Wladimir Putin schriftlich an, bis März ein Sicherheitssystem für den öffentlichen Verkehr auszuarbeiten. Dabei sollten auch neue technische Hilfsmittel eingesetzt werden. Außerdem ordnete Medwedew an, bis Juli ein strengeres Gesetz zum Handel mit Sprengstoff auszuarbeiten.

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