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Dominique Strauss-Kahn tritt als IWF-Chef zurück

Strauss-Kahn tritt als IWF-Chef zurück

19.05.2011, 12:29 Uhr | dpa, dapd, AFP

Dominique Strauss-Kahn tritt als IWF-Chef zurück. Dominique Strauss-Kahn gibt seinen Chefposten beim Internationalen Währungsfonds auf. (Foto: dpa)

Dominique Strauss-Kahn gibt seinen Chefposten beim Internationalen Währungsfonds auf. (Foto: dpa)

Dominique Strauss-Kahn tritt als IWF-Chef zurück. Der Internationale Währungsfonds teilte mit, dass der 62-Jährige mit sofortiger Wirkung seinen Rücktritt eingereicht habe. In dem am späten Mittwochabend veröffentlichten Schreiben weist er die Anschuldigungen erneut "mit größtmöglicher Entschlossenheit" zurück. Der Schritt erfülle ihn mit "großer Traurigkeit", er fühle sich aber zum Rücktritt veranlasst.

"Ich denke in diesem Moment zuerst an meine Frau, die ich mehr als alles andere liebe, an meine Kinder, meine Familie, meine Freunde", schrieb Strauss-Kahn.

Anwälte stellen neuen Kautionsantrag

Strauss-Kahns Anwälte wollen am Donnerstag erneut versuchen, ihn per Kaution aus der Haft zu bekommen. Bis zu einem Prozess müsste der Franzose dann aber auf jeden Fall in New York bleiben. Der erste Kautionsantrag war von der Haftrichterin wegen Fluchtgefahr abgelehnt worden.

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In dem neuen Kautionsantrag wird wie im ersten eine Million Dollar Kaution und das Tragen einer elektronischen Fußfessel angeboten. In dem Antrag vom Mittwoch wird zudem noch Hausarrest vorschlagen: Der 62-Jährige solle im Haus seiner Tochter Camille untergebracht werden, die in New York studiert. Laut Gerichtsunterlagen händigte Strauss-Kahn bereits seinen Pass aus.

Neue Anhörung am Freitag

"Wir haben Bedingungen zugesagt, die alle Bedenken zerstreuen können, dass er die Stadt verlässt", erklärten die Anwälte. "Und wir hoffen, ihn umgehend von Rikers Island zu holen." Strauss-Kahn sitzt seit Montag auf der Gefängnisinsel im New Yorker East River.

Eine weitere Anhörung ist für Freitag anberaumt worden. An dem Tag läuft die Frist für die Staatsanwaltschaft ab, Anklage gegen Strauss-Kahn zu erheben.

Ein Zimmermädchen in New York hat Strauss-Kahn beschuldigt, sie zum Oralsex gezwungen zu haben. Die Polizei hält sie für glaubwürdig.

Lipsky leitet IWF-Geschäfte

Der IWF teilte derweil mit, dass Strauss-Kahns-Vize John Lipsky die Geschäfte des Fonds führen wird, bis ein neuer Direktor ernannt ist.

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