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Strauss-Kahn gegen strengste Auflagen auf Kaution freigelassen

Strauss-Kahn gegen strengste Auflagen auf Kaution freigelassen

20.05.2011, 09:01 Uhr | AFP

Strauss-Kahn gegen strengste Auflagen auf Kaution freigelassen. Eine Million Dollar Kaution muss Dominique Strauss-Kahn für seinen vorläufigen Freigang hinlegen. (Foto: AP)

Eine Million Dollar Kaution muss Dominique Strauss-Kahn für seinen vorläufigen Freigang hinlegen. (Foto: AP)

Der ehemalige IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn steht kurz vor seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft. Ein New Yorker Richter entschied, den 62-Jährigen gegen Zahlung einer Kaution und unter strengen Auflagen auf freien Fuß zu lassen. Die Freilassung des Ex-IWF-Chefs aus der Haft auf der Gefängnisinsel Rikers Island soll im Laufe des Tages stattfinden.

Richter Michael Obus verhängte eine Kaution in Höhe von einer Million Dollar, umgerechnet etwa 700.00 Euro. Weitere fünf Millionen Dollar muss der Ex-IWF-Chef in Form von Bürgschaften hinterlegen. Nach seiner Freilassung muss sich Strauss-Kahn die ganze Zeit über in einer Wohnung in Manhattan aufhalten, wo er rund um die Uhr von bewaffneten Sicherheitsleuten überwacht wird. Auch Überwachungskameras sollen dort installiert werden.

Kosten muss Strauss-Kahn selbst tragen

Der angeklagte Banker muss dann zudem eine elektronische Fessel tragen und seinen Reisepass abgeben. Besuche sind streng limitiert, etwa für religiöse Angelegenheiten. Richter Obus legte fest, dass Strauss-Kahn für die gesamten Kosten der Sicherheitsvorkehrungen selbst aufkommen muss - nach Schätzungen von Staatsanwalt John McConnell betragen diese mehr als 200.000 Dollar (umgerechnet etwa 140.000 Euro) im Monat.

Strauss-Kahns Anwalt William Taylor sagte, die Frau des zurückgetretenen IWF-Chefs, die Fernsehjournalistin Anne Sinclair, habe bereits eine Wohnung in New York gemietet. Die strengen Sicherheitsauflagen kritisierte er als überflüssig: Strauss-Kahn sei ein "ehrenhafter Mann" dessen einziges Interesse es sei, seinen Namen reinzuwaschen. Es sei lächerlich zu glauben, Strauss-Kahn werde einfach nach Frankreich verschwinden.

Bei "kleinsten Problem" drohen Konsequenzen

Die Staatsanwaltschaft betonte dagegen, es bestehe eine hohe Fluchtgefahr. Sie verwies unter anderem darauf, dass Strauss-Kahn wenige Stunden nach dem mutmaßlichen sexuellen Übergriff gegen eine Hotelangestellte am New Yorker Flughafen JFK an Bord einer Air-France-Maschine festgenommen wurde. Außerdem habe Strauss-Kahn "Status und Mittel", bei einer Flucht aus den USA ein "gemütliches und komfortables Leben" jenseits der Zugriffsmöglichkeiten der US-Behörden zu führen, sagte Staatsanwalt McConnell. Richter Obus drohte Strauss-Kahn mit Konsequenzen beim "kleinsten Problem" bei der Einhaltung der Vorgaben.

Vor dem Beschluss zur Freilassung Strauss-Kahns aus der U-Haft hatten ihn die Geschworenen der Grand Jury formell angeklagt. Strauss-Kahn soll am Samstag ein Zimmermädchen in einem New Yorker Luxushotel sexuell angegriffen und zum Oralsex gezwungen haben. Die Ermittler werfen ihm unter anderem versuchte Vergewaltigung, Freiheitsberaubung sowie einen "kriminellen sexuellen Akt" vor, worunter im US-Strafrecht erzwungener Oral- oder Analverkehr fällt. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu 74 Jahre Haft. Strauss-Kahn weist die Vorwürfe zurück.

Wird es einen Deal mit dem Gericht geben?

Der nächste Anhörungstermin vor Gericht wurde auf den 6. Juni festgesetzt. Dort könnte Strauss-Kahn auf nicht schuldig plädieren, was einen Prozess zur Folge hätte. Bekennt er sich schuldig, könnte er mit der US-Justiz eine Übereinkunft treffen und so einen Prozess vermeiden.

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Wegen der Vorwürfe gegen ihn hatte der 62-Jährige am Donnerstag seinen Rücktritt vom Chefposten des IWF erklärt. Er habe sich zum Schutz seiner Familie und des IWF zu dem Schritt entschlossen, hieß es in einer am Donnerstag vom Währungsfonds veröffentlichten Erklärung Strauss-Kahns.

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