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Hassan Ruhani sorgt mit Tweet an Twitter-Chef für weltweites Aufsehen

Tweet an Twitter-Chef  

Irans Präsident sorgt für weltweites Aufsehen

02.10.2013, 15:29 Uhr | t-online.de, Reuters, dpa

Hassan Ruhani sorgt mit Tweet an Twitter-Chef für weltweites Aufsehen. Hassan Ruhani, Twitter (Quelle: Rohani-Tweet)

Hassan Ruhanis verspricht in einer Twitter-Nachricht die Aufhebung der Blockade von Sozialen-Netzwerk-Seiten im Iran. (Quelle: Rohani-Tweet)

Die Charmeoffensive des iranischen Präsidenten Hassan Ruhani gen Westen geht weiter. Online-Netzwerke wie Twitter und Facebook sind im Iran eigentlich offiziell zensiert. Doch jetzt hat der 64-Jährige eine Lockerung der Internet-Blockade in seinem Land in Aussicht gestellt. Ausgerechnet via Twitter meldete er sich zu Wort.

Er setze sich dafür ein, dass sein Volk ein Recht auf bequemen Zugang zu allen Informationen weltweit bekomme, verkündete der Politiker und antwortete damit auf eine an ihn adressierte Nachricht des Twitter Mitgründers Jack Dorsey. Sein "Retweet" sorgte für weltweites Aufsehen.

Iraner sollen Zugang zu allen Informationen erhalten

Dieser hatte in einer Twitter-Nachricht, die an den Präsidenten gerichtet war, gefragt: "Können die Bürger Irans Ihre Tweets lesen?".

Ruhani twittert nicht selbst zurück, reagierte aber prompt über einen engen Vertrauten, der dies für ihn postete.

Charmeoffensive begann vor UN-Versammlung

Erst vor kurzem sorgte Ruhani mit seinem ersten Auftritt vor der UN-Generalversammlung in New York für Aufsehen. Dabei hatte er bei Verhandlungen über sein Atomprogramm mehr Transparenz versprochen und sich damit deutlich gemäßigter gezeigt, als sein Vorgänger Mahmud Ahmadinedschad.

Wenig später erklärte er zudem, dass er den Holocaust für verdammenswert halte und erntete dafür viel Lob. Die diplomatische Annäherung zwischen dem Iran und den USA könnte sich bald auch auf den Luftverkehr auswirken. Laut der Nachrichtenagentur Isna lasse die iranische Luftfahrtbehörde im Auftrag Ruhanis erstmals seit 1979 prüfen, wieder Direktflüge aus dem Iran in die USA anzubieten.

Iranisches Parlament unterstützt Schmusekurs

Das von Konservativen dominierte iranische Parlament unterstützt die diplomatischen Schmusekurs ihres Präsidenten. Am Dienstagabend unterzeichneten der Nachrichtenagentur Fars zufolge 230 von 290 Abgeordneten eine Erklärung, in der sie Ruhanis Rede vor der UN-Versammlung begrüßen.

Ihr Präsident habe das Bild eines "machtvollen und friedliebenden Irans" gezeichnet, der das Gespräch suche, um regionale und internationale Fragen zu klären. Am Wochenende telefonierten Ruhani und US-Präsident Barack Obama sogar. Damit bahnt sich nach mehr als dreißig Jahren ein Tauwetter im Verhältnis beider Länder an.

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