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Vertrauter der 9/11-Attentäter: Deutsch-syrischer Islamist kommt frei

Vertrauter der 9/11-Attentäter  

Deutsch-syrischer Islamist ist frei

01.03.2014, 09:52 Uhr | AFP, dpa, t-online.de

Der Hamburger Islamist Mohammed Haydar Zammar ist offenbar nach mehr als zwölf Jahren aus dem Zentralgefängnis in der syrischen Stadt Aleppo freigekommen. Der Deutsch-Syrer halte sich derzeit in der umkämpften Stadt auf, berichteten der NDR und die "Süddeutsche Zeitung" (SZ). Zammar war ein enger Vertrauter der Hamburger Gruppe um die Attentäter des 11. September 2001.

NDR und "SZ" berufen sich auf ein arabisches Nachrichtenportal. Demnach kam Zammar schon im Herbst 2013 frei. Er verschwand Ende 2001 in Marokko und tauchte nach einer mutmaßlich von den USA arrangierten Verschleppung in einem syrischen Kerker wieder auf. Das Schicksal des deutsch-syrischen Islamisten war Thema eines Untersuchungsausschusses des Bundestags, weil der Verdacht bestand, dass die deutschen Stellen zu wenig taten, um einen Staatsbürger vor Willkür und Folter zu schützen.

Laut dem arabischen Internetportal habe die Islamistenmiliz "Ahrar asch-Scham", die im syrischen Krieg gegen die Regierungstruppen von Machthaber Baschar al-Assad kämpft, seine Freilassung erzwungen. Demnach sei Zammar zusammen mit fünf weiteren Islamisten gegen Offiziere der syrischen Regierungstruppen ausgetauscht worden.

Vorwürfe gegen Islamisten sind verjährt

Nach den Anschlägen des 11. September 2001 leitete die Bundesanwaltschaft ein Verfahren gegen Zammar wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung ein. Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft teilte auf Anfrage von NDR und "SZ" mit, die Vorwürfe gegen Zammar seien "verjährt". Daher müsse er im Falle einer Rückkehr nach Deutschland "nicht mit einer Festnahme rechnen".

Der Grüne-Politiker Hans-Christian Ströbele würde eine Rückkehr begrüßen, um sich mit Zammar zu unterhalten. Vermutlich ließe sich viel darüber erfahren, "was damals gelaufen ist, auch zwischen deutschen Geheimdiensten und den berüchtigten Geheimdiensten in Syrien, die ja ein richtiges Foltergefängnis unterhalten haben", sagte Ströbele.

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