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Acht Tote bei türkischen Kommunalwahlen

Aufgeheizte Stimmung  

Acht Tote bei türkischen Kommunalwahlen

30.03.2014, 16:23 Uhr | dpa

Acht Tote bei türkischen Kommunalwahlen. Regierung und Opposition in der Türkei versuchen die Wähler auf ihre Seite zu ziehen. (Quelle: dpa)

Regierung und Opposition in der Türkei versuchen die Wähler auf ihre Seite zu ziehen. (Quelle: dpa)

Tödliche Gewalt hat die Kommunalwahlen in der Türkei überschattet. In zwei Ortschaften in den südlichen Provinzen Hatay und Sanliurfa seien mindestens acht Menschen getötet und 14 weitere verletzt worden, als Anhänger verschiedener Kandidaten aufeinander losgingen, berichtete der Sender CNN Türk.

Nach einem monatelangen heftigen Machtkampf zwischen Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan und seinen Gegnern entscheiden in der Türkei erstmals seit fast drei Jahren wieder die Wähler. Die Kommunalwahlen gelten als Stimmungstest für Erdogan, der sich im August nach mehr als zehn Jahren an der Regierungsspitze zum Staatspräsidenten wählen lassen will. Erste Ergebnisse werden noch am Abend erwartet. Ein Gesamtbild der politischen Stimmung im Land wird für Montag erwartet.

Immer wieder tödliche Zwischenfälle

Seit dem Morgen waren in den 81 Provinzen des Landes die Wahllokale für mehr als 52 Millionen Stimmberechtigte geöffnet. Bei Wahlen in der Türkei hat es in der Vergangenheit immer wieder tödliche Zwischenfälle gegeben. In den kleineren Ortschaften geraten oftmals familiär organisierte Interessengruppen aneinander. Die Polizei verstärkte deshalb ihre Sicherheitsmaßnahmen.

Der Kommunalwahl war ein ungewöhnlich scharf geführter Wahlkampf vorausgegangen, bei dem es um Korruptionsskandale und Vorwürfe des Machtmissbrauchs der islamisch-konservativen Regierung ging. Mit drastischen Maßnahmen gegen echte oder vermeintliche Gegner aus dem eigenen religiös-konservativen Lager war Erdogan zuletzt auch international in die Kritik geraten. Er hatte den Zugang zum Kurznachrichtendienst Twitter und zur Videoplattform YouTube sperren lassen, um unliebsame Veröffentlichungen zu unterdrücken.

Die oppositionelle Republikanische Volkspartei (CHP) versucht, Erdogans Regierungspartei AKP die Bürgermeisterämter in Istanbul und Ankara, den größten Städten der Türkei, abzunehmen. Bei der Parlamentswahl im Juni 2011 hatte die AKP fast 50 Prozent der Stimmen erhalten. Bei den Kommunalwahlen 2009 waren es 38 Prozent.

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