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Terrorgruppe Boko Haram verschleppt Dutzende Kinder in Nigeria

Nigeria  

Boko Haram verschleppt erneut Dutzende Mädchen und Jungen

24.06.2014, 13:13 Uhr | dpa, AP

Terrorgruppe Boko Haram verschleppt Dutzende Kinder in Nigeria. Nigeria: Etwa 300 Schulmädchen harren in einem Lager von Boko Haram aus (Quelle: AFP/Archivbild, Terrorgruppe Boko Haram, Screenshot Video)

Seit Wochen in den Händen von Boko Haram: Etwa 300 Schulmädchen harren in einem Lager der Islamisten aus (Quelle: Archivbild, Terrorgruppe Boko Haram, Screenshot Video/AFP)

Die islamistische Terrorgruppe Boko Haram hat im Nordosten Nigerias weitere 60 Frauen und Mädchen sowie 31 Jungen verschleppt. Entsprechende Berichte einer gegen Boko Haram gerichteten Bürgerwehr haben Behördenvertreter mittlerweile bestätigt. Unter den Geiseln sollen sich auch kleine Mädchen und Babys befinden, schreibt die Zeitung "Premium Times" unter Berufung auf örtliche Sicherheitskräfte.

Die Entführungen aus mehreren Dörfern des Bundesstaates Borno sollen sich bereits zwischen Donnerstag und Samstag vergangener Woche zugetragen haben.

Die Behörden stehen allerdings unter starkem politischem Druck, seit die Boko-Haram-Extremisten am 15. April mehr als 300 Schulmädchen in ihre Gewalt gebracht haben. Von ihnen fehlt bisher jede Spur. Die Boko Haram hatte gedroht, die meist christlichen Mädchen als Sklavinnen zu verkaufen.

Was sich nun in Kummabza - rund 150 Kilometer von Maiduguri, der Hauptstadt von Borno - zugetragen hat, ließ sich bislang nicht überprüfen.

Viele Menschen bei Angriff getötet

Bei der Attacke in der Region Damboa waren nach widersprüchlichen Angaben von Augenzeugen zwischen vier und mindestens 30 Menschen getötet worden. In der Region gibt es fast täglich Angriffe der radikalislamischen Extremisten. Allein im laufenden Jahr kamen schon mehr als 2000 Menschen ums Leben.

Boko Haram terrorisiert den Nordosten Nigerias seit Jahren. Die Gruppe will einen islamischen Gottesstaat errichten. Die nigerianische Regierung wird ihrer nicht Herr, obwohl sie über Teile des Nordostens den Notstand ausgerufen hat.

Entführungen und Anschläge

Immer wieder fallen Kämpfer in Dörfer ein, zuletzt gab es neben Entführungen auch Bombenanschläge, die Boko Haram zugeschrieben werden. Vor wenigen Tagen sprengte sich ein Selbstmordattentäter beim Public Viewing eines Spiels der Fußball-WM in die Luft und tötete 14 Menschen. Boko Haram hatte solche Terroranschläge während der Fußball-WM angekündigt.

Etwa die Hälfte der 170 Millionen Nigerianer sind Christen. Der Nordosten ist jedoch überwiegend muslimisch. Das Land ist Afrikas größter Ölproduzent.

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